Rückruf: Escherichia coli – Mehrere Direktvermarkter rufen Mehl in Bayern zurück

Aktuell rufen verschiedene Hofläden und Direktvermarkter in Bayern Mehl aufgrund einer Kontamination mit Shigatoxin-bildenden Escherichia coli (STEC) zurück.

Kunden sollten betroffene Mehle und daraus hergestellte Teige keinesfalls roh verzehren. Betroffene Produkte können  gegen Erstattung des Kaufpreises zurück gebracht werden.

Betroffene Artikel


Mühlenladen Birgitt Harder ruft Hardermühle Weizenmehl Strass zurück

Der Mühlenladen Birgitt Harder informiert über den Rückruf des Artikels Weizenmehl Hardermühle Strass Type 405 mit 2,5 kg und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 25. April 2023. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden in dem Produkt Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC) festgestellt. Das betroffene Mehl wurde in kleinen Mengen ausschließlich regional im Mühlenladen Brigitt Harder sowie in Metzgereien, Bäckereien und Hofläden in den Landkreisen Neu-Ulm und Landkreis Augsburg vertrieben.


Hofladen Wallner (Landsberg am Lech) ruft Weizenmehl zurück

Der Hofladen Wallner informiert über den Rückruf des Artikels Weizenmehl Type 550 mit 1kg und dem Haltbarkeitsdatum 30.05.2023. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden in dem Produkt Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC) festgestellt. Das betroffene Mehl wurde in kleinen Mengen ausschließlich regional im Hofladen Wallner im Landkreis Landsberg am Lech vertrieben.


Direktvermarkter Labahn (Landshut) ruft „Korngesund“ Weizenmehl zurück

Der Direktvermarkter Labahn informiert über den Rückruf des Artikels Bio Weizenmehl, Typ 550 1KG, Marke „Korngesund“ und dem Haltbarkeitsdatum 01.05.2023. Das Mehl wurde lokal in Bodenkirchen und Eching/Biller Bauernmarkt (Landkreis Landshut) vertrieben.


Mühle Franz Brand ruft Weizenmehl zurück

Aufgrund bestehender Gesundheitsgefahr ruft die Mühle Franz Brand das Weizenmehl Typ 405 und Typ 1050 mit 5 kg, 10 kg und 25 kg mit dem MHD März 2023 und Juni 2023 zurück. Das betroffene Mehl wurde lokal in Rothmühle 1, Leiblfing an Abholer verkauft

Infobox STEC/VTEC-Bakterien

Das Shigatoxin wirkt enterotoxisch und cytotoxisch und zeigt Ähnlichkeiten mit dem von Shigellen gebildeten Toxin. Analog werden VTEC (Verotoxin produzierende E. coli) benannt. Durch EHEC verursachte Darmerkrankungen wurden vornehmlich unter dem Namen enterohämorrhagische Colitis bekannt. EHEC-Infektionen zählen zu den häufigsten Ursachen für Lebensmittelvergiftungen. Der Erreger ist hoch infektiös: 10 – 100 Individuen sind für eine Erkrankung ausreichend. Die Bakterien können dramatisch verlaufende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Als lebensbedrohliche Komplikation kann sich insbesondere bei Kindern unter sechs Jahren, älteren Menschen oder abwehrgeschwächten Personen in fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen im Anschluss an die genannten Darmsymptome ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. Dieses ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Schädigung der Blutgefäße, der roten Blutkörperchen und der Nieren, was häufig eine Dialyse erforderlich macht. Als weitere Komplikationen können Hirnblutungen, neurologische Störungen und Schädigungen an anderen Organen (Bauchspeicheldrüse, Herz) auftreten.

Personen, die nach dem Verzehr entsprechende Symptome aufweisen, sollten dringend einen Arzt aufsuchen.

Informationen des BfR >

Quelle: www.produktwarnung.eu 

 

  
* Die Bewertung bezieht sich auf die Information der Endverbraucher durch das Unternehmen bzw. den Hersteller 


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