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08.5.2017   |   Rückrufe Lebensmittel - Verbraucherinformationen

Lebensmittelwarnung: Noroviren in tiefgekühlten Himbeeren aus Polen

 

Bitte Update vom 10.05.2017 lesen >


Das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) warnt einer Meldung aus Deutschland zufolge (Notification details – 2017.0574) vor Noroviren in tiefgekühlten Himbeeren aus Polen. Demnach wurde in einer Probe der Erreger festgestellt. Betroffen sind mehrere EU-Mitgliedsstaaten unter anderen auch Deutschland. Eine Rücknahme wurde angekündigt.

Bitte beachten: Leider können wir euch nicht mitteilen, über welche Handelswege bzw.Handelsmarken die Beeren möglicherweise in Umlauf gelangt sind. Die Meldung soll einfach die Option geben, sich ggf. nicht unnötig einer Gesundheitsgefahr auszusetzen

Betroffener Artikel


Produkt: Himbeeren, tiefgekühlt (TK)
Herkunft: Polen
Grund der Warnung: Noroviren
Betroffen: Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Niederlande 

RASFF Meldung >


Da über das Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) keinerlei für Endverbraucher verwertbare Information – wie mögliche Verkaufsstellen oder Handelsmarken – bereitgestellt wird, kann die Empfehlung nur lauten, aktuell auf tiefgekühlte Himbeeren mit Herkunft Polen zu verzichten.

Oft landen tiefgekühlte Beeren auch in Catering-und Großküchen. Daher auch hier Vorsicht!

Im Jahr 2012  hat ein Fall von akutem Brechdurchfall bei Kindergarten- und Schulkindern zu einer Erkrankungswelle geführt. Insgesamt waren nahezu 11.000 Erkrankungsfälle im Rahmen dieses bisher größten lebensmittelbedingten Ausbruches von Gastroenteritis in Deutschland aufgetreten.

Menschen, die betroffene Beeren konsumiert haben und Symptome der Gastroenteritis (Erbrechen, Durchfall oft von einem leichtem Fieber begleitet) zeigen, sollten ihren Arzt konsultieren und diesen über den Konsum informieren. Die Inkubationszeit kann bis 48 Stunden gehen.

Noroviren verursachen bei Menschen aller Altersgruppen akut beginnende Brechdurchfälle, die zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust führen können. Bei Säuglingen, Kleinkindern sowie alten und kranken Menschen können die Erkrankungen auch schwer verlaufen und vereinzelt tödlich enden.

Nach derzeitiger Kenntnis ist davon auszugehen, dass nicht nur von rohen, sondern auch von bloß kurzzeitig oder ungleichmäßig erhitzen Speisen mit Tiefkühlbeeren ein hohes Infektionsrisiko ausgeht, wenn diese mit Noroviren kontaminiert sind. Ein Erhitzen auf Kerntemperaturen von über 90 °C scheint hingegen geeignet, möglicherweise vorhandene Viren vollständig zu inaktivieren.


Noroviren:
Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr besser gut durchkochen


Verbraucherinformation Fehlanzeige!
* Die Bewertung bezieht sich auf die Information des Unternehmens zu dieser Meldung 

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