Beim Baby auf Sättigungssignale achten

Schon ein Baby kann zeigen, wenn es satt ist. Eltern müssen erst lernen, diese Signale zu erkennen und den Säugling nicht zum Trinken drängen. Denn dies kann dazu führen, dass seine Fähigkeit der Selbstregulation über Hunger- und Sättigungsgefühle verloren geht.

Beim Baby auf Sättigungssignale achten

Den aktuellen Empfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen zufolge sollen die Kinder weder zum Essen noch zum Trinken gedrängt werden. Denn dies kann dazu führen, dass sie u.U. zu viel konsumieren und übergewichtig werden.

„Hört ein Baby auf zu saugen, lässt die Brustwarze bzw. den Sauger los, dann deutet das darauf hin, dass es nicht mehr trinken will. Auch wenn es beim Stillen oder Füttern einschläft, zeigt es, dass es satt und zufrieden ist. Ein verlangsamtes Essen und Trinken sind Vorboten für das Ende einer Mahlzeit“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Wehrt sich ein Kind gegen die Nahrungszufuhr und dreht den Kopf weg oder schlägt den Löffel aus der Hand, dann ist dies bereits ein sehr deutlicher Hinweis.

Hungerzeichen können sein, wenn das Baby mit den Lippen schmatzt und suchende Bewegungen macht. Saugen an den Fingern oder etwas Anderem gehört auch zu den möglichen Signalen. „Ein Baby reguliert seine Nahrungsaufnahme über Hunger- und Sättigungsgefühle. Wenn es aber überfüttert wird, kann seine Fähigkeit der Selbstregulation verloren gehen und sich längerfristig ein nicht selbst regulierendes Essverhalten entwickeln“, so Dr. Fegeler.

Quelle: Monatsschr Kinderheilkd

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Internet: http://www.kinderaerzte-im-netz.de

Bild: Pixabay – Lizenz: Public Domain CC0

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