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10.4.2015   |   Gesundheit

Kindergesundheit: Bauchschmerzen bei Kindern schonend untersuchen


Ultraschall erkennt Blinddarmentzündung & Co. zuverlässig

Berlin – Wenn Kinder über Bauchweh klagen, kann sich dahinter eine ernsthafte Erkrankung wie eine Blinddarmentzündung verbergen. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) empfiehlt gerade eine medizinische Ultraschalluntersuchung, um den Schmerzen auf den Grund zu gehen. Die Sonografie erkennt mögliche Erkrankungen treffsicher, ohne die jungen Patienten mit Schmerzen oder Strahlen zu belasten. Entscheidend ist dabei die Qualifikation des untersuchenden Kinderarztes. Warum gerade bei Kindern Ultraschall die erste Wahl sein sollte, erläutern Experten auf einer Pressekonferenz der DEGUM am 14. April 2015 in Berlin.

bauchweh

Wird eine Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig operiert, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben. „Es besteht Gefahr, dass der Wurmfortsatz, ein Anhängsel des Blinddarms, platzt, so dass Darminhalt und Bakterien in die Bauchhöhle gelangen“, sagt Professor Dr. med. Michael Melter, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Regensburg. „Bei einer akuten Blinddarmentzündung ist es deshalb so wichtig, dass wir schnell zur richtigen Diagnose gelangen.“ Dafür setzt der Kindergastroenterologe auf Ultraschall.

Mit modernen Ultraschallgeräten können Experten bei mindestens 9 von 10 Kindern mit 95-prozentiger Sicherheit feststellen, ob eine Blinddarmentzündung vorliegt. „Eine so hohe Erfolgsrate gelingt allerdings nur in Kliniken, in denen der Ultraschall durch qualifizierte Kinderspezialisten durchgeführt wird“, betont Melter im Vorfeld der DEGUM-Pressekonferenz. Was passiert, wenn der Untersucher nicht ausreichend qualifiziert ist, zeige sich am Beispiel der USA: Dort würden so viele Blinddarmentzündungen falsch positiv diagnostiziert, dass bis zu 40 Prozent der Blinddarmoperationen unnötigerweise durchgeführt werden. Umgekehrt würden 30 Prozent der drohenden Blinddarmdurchbrüche nicht rechtzeitig erkannt. „Damit wir in Deutschland flächendeckend hochwertige Ultraschalluntersuchungen anbieten können, empfehlen wir insbesondere auch Kinderärzten, sich in der Ultraschallmedizin zu qualifizieren.“ Die DEGUM arbeitet dafür mit einem Stufenkonzept.

Oft haben Bauchschmerzen bei Kindern aber auch eine harmlose Ursache, die nicht einmal im Bauch liegen muss. „Gerade Kleinkinder projizieren viele Arten von Schmerz auf den Bauchraum, auch wenn sie eine Lungen- oder Mittelohrentzündung haben“, erklärt der DEGUM-Kursleiter. Ultraschall bietet eine einfache und schonende Möglichkeit alle Organe von der Leber bis zum Blinddarm abzubilden und kommt dabei ohne belastende Strahlen aus. Neben der Blinddarmentzündung zeigen die Schallwellen zum Beispiel auch, ob eine Durchfallerkrankung, eine Lungenentzündung oder eine lebensbedrohliche Darmeinstülpung vorliegt. „Was Bauchschmerzen betrifft, hat das Ultraschallgerät für den Kinderarzt den gleichen Stellenwert wie das Stethoskop für den Kardiologen“, so Melter. Weitere Einsatzmöglichkeiten für den Ultraschall erklären DEGUM-Experten auf einer Pressekonferenz am 14. April 2015 in Berlin.

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bietet ein Forum für den wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Sie vereint mehr als 9 000 Ärzte verschiedener Fachgebiete, medizinische Assistenten, Naturwissenschaftler und Techniker. Ultraschalldiagnostik ist heute das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ultraschallanwendern bescheinigt die DEGUM eine entsprechende Qualifikation mit einem Zertifikat der Stufen I bis III. DEGUM zertifizierte Ärzte finden Patienten im Internet unter: www.degum.de

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Internet: www.degum.de




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