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16.11.2012   |   Kindersicherheit - Produkttests

ÖAMTC-Kindersitzeinbautest: 18 Fahrzeuge auf Kindersitztauglichkeit geprüft


Für die Montage von Kindersitzen schlicht zu kurz sind die Gurte beim Hyundai i40 Wagon sowie beim Opel Ampera“, beanstandet der ÖAMTC-Techniker.

Problemfelder: schwer zugängliche Isofix- und Top Tether-Verankerungen, zu kurze Gurte

Bild: ÖAMTC - Kindersitzeinbautest 2012

Bild: ÖAMTC – Kindersitzeinbautest 2012

Wesentliche Autokauf-Kriterien für Familien sind Platzangebot sowie Benutzerfreundlichkeit bei der Montage von Kindersitzen. Der ÖAMTC testet deshalb seit 2010 Autos auf deren Familientauglichkeit.

Im diesjährigen Test wurden folgende 18 Autos getestet:
BMW 3er Limousine, Chevrolet Cruze Limousine, Dacia Lodgy, Fiat Doblò, Honda Civic, Hyundai i30 Wagon, Hyundai i40 Wagon, Kia Cee’d Limousine, Mazda CX-5, Nissan Qashqai, Opel Ampera, Opel Combo Combi, Opel Zafira Tourer, Peugeot 4008, Skoda Roomster, Subaru Legacy Wagon, Subaru XV und Volvo V40.

„Kein Fahrzeug konnte im ÖAMTC-Test restlos überzeugen. Isofix- und Top Tether-Verankerungen waren oft nur schwer zugänglich, Gurte oft zu kurz für die Montage von Kindersitzen“, sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Im Dacia Lodgy und Opel Zafira Tourer finden bis zu sechs Kindersitze Platz

Meist sitzen Kinder auf den äußeren Plätzen der zweiten Reihe. Sind jedoch mehr als zwei Kinder an Bord, wird manchmal auch der Beifahrersitz oder der mittlere Platz der zweiten Reihe benötigt. Bei der Verwendung von rückwärtsgerichteten Kindersitzen am Beifahrersitz muss dazu jedoch unbedingt der Beifahrerairbag deaktiviert werden. Diese Option ist beim Subaru Legacy und beim Subaru XV allerdings nicht vorgesehen. Bei diesen Modellen dürfen Kindersitze laut Betriebsanleitung nur auf den zwei äußeren Sitzplätzen der Rückbank montiert werden. „Auch bei den meisten anderen getesteten Fahrzeugen ist die Montage von Kindersitzen am Beifahrersitz und am mittleren Platz der zweiten Reihe nur mit Einschränkungen möglich, also beispielsweise nur für Sitze bestimmter Gewichtsklassen“, kritisiert der ÖAMTC-Techniker.

Eine dritte Sitzreihe gibt es nur im Opel Zafira Tourer serienmäßig. Beim Dacia Lodgy kann sie zusätzlich bestellt werden. Die beiden Autos verfügen somit über das meiste Platzangebot. Bis zu sechs Kindersitze finden hier Platz. Im Opel Ampera und in den beiden Subaru-Modellen lassen sich hingegen nur zwei Rückhaltesysteme ohne Einschränkungen unterbringen. „Gerade Familienautos sollten über möglichst viele für Kindertransport geeignete Sitzplätze verfügen“, fordert der ÖAMTC-Experte die Fahrzeughersteller auf.

UPDATE 20.11.2012 – Opel Zafira
Auf Nachfrage erhielten wir Auskunft vom ÖAMTC:

Die Anmerkungen in den Kommentaren zum Opel Zafira sind absolut korrekt, der Wagen hat auch im Test nicht überzeugend abgeschnitten. Das mit den bis zu 6 Sitzplätzen ist aber tatsächlich irreführend, mehr als 5 Kindersitze können nicht im Zafira eingesetzt werden. 
Die Sitzbelegung im Opel Zafira ist europaweit einheitlich geregelt.(ÖAMTC)
PDF Download:
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Montage von Kindersitzen durch zu kurze Gurte oft unmöglich

Ein weiteres Problem zeigte sich in den oft unzureichenden Gurtlängen. „Beim BMW 3er, beim Mazda CX-5, beim Nissan Qashqai und beim Opel Zafira sind die Gurte sehr knapp bemessen. Für die Montage von Kindersitzen schlicht zu kurz sind die Gurte beim Hyundai i40 Wagon sowie beim Opel Ampera“, beanstandet der ÖAMTC-Techniker. Besonders positiv sind hingegen die Gurtlängen beim Opel Combo Combi, beim Peugeot 4008 und beim Volvo 40 aufgefallen.

Der BMW 3er, der Opel Zafira Tourer und der Subaru XV punkten durch perfekt sichtbare und gut erreichbare Isofix-Verankerungspunkte. Negativbeispiele in diesem Bereich sind hingegen der Honda Civic, der Nissan Qashqai, der Skoda Roomster und der Subaru Legacy. „Die Verankerungsbügel sind teils unter Stofflaschen versteckt und sehr mühsam zugänglich“, so der Clubexperte. Die Top Tether-Verankerungspunkte sind besonders praktisch beim BMW 3er und beim Subaru Legacy platziert.

„Zur Ermittlung des passenden Familienautos sollte jedenfalls immer eine Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen organisiert werden“, rät Kerbl abschließend.

Informationen zu allen getesteten Produkten und weitere Tests des ÖAMTC findet man unterhttp://www.oeamtc.at/tests.

Eine kostenlose Kindersitzberatung gibt es an allen ÖAMTC-Stützpunkten in ganz Österreich. Wissenswertes rund um das Thema Kindersitze gibt es auch unter www.oeamtc.at/kindersitze.

Quelle: ÖAMTC

 

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