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08.11.2012   |   Gesundheit

Honig gegen Husten: Wissenschaft bestätigt endlich Omas gutes Hausrezept

(dgk) Nasskaltes, abscheuliches Wetter draußen, trockene Heizungsluft drinnen – das fordert seinen Tribut und begünstigt Erkältungen. Ich weiß noch, dass meine Mutter mir, als ich ein kleines Kind war, immer heiße Milch mit Honig gab, wenn ich anfing zu husten und es im Hals kratzte. Das schmeckte mir gut und – es half!

Es ist zwar eine schon eine Erfahrung unserer Vorfahren, dass Honig gegen Husten hilft. Und auch Ärzte raten immer wieder dazu. Erstaunlicherweise aber hat die Wissenschaft erst in letzter Zeit diesen Effekt beweiskräftig belegt. Das alte Hausmittel Honig gegen Husten wird sogar von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen, doch überprüfbare Studien dazu fehlten bislang fast völlig.

Im September erschienen nun in der Fachzeitschrift Pediatrics die Ergebnisse einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie aus Israel zur Wirkung von Honig als Hustenmittel bei Kindern im Alter zwischen einem und fünf Jahren. Die Forscher untersuchten 300 Kinder, die seit weniger als einer Woche an Infektionen der oberen Atemwege litten, jedoch kein Asthma oder eine sonstige schwere Krankheit mit Husten als Begleiterscheinung hatten. Zur Linderung bekamen die Kinder eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen Honig bzw. ein Placeboprodukt. Verwendet wurden drei verschiedene Honigsorten – Eukalyptushonig, Honig aus Lippenblütengewächsen und Zitrushonig – sowie als Kontrollplacebo ein ähnlich schmeckender Sirup aus Dattelextrakt.

Ergebnis: Alle drei Honigsorten milderten den Husten im Vergleich zum Dattelsirup deutlich besser. Der Sirup brachte zwar auch eine Verbesserung, doch mit dem Honig empfanden die Kinder den Husten weit weniger quälend, und sie konnten auch besser schlafen, wie ihre Eltern nach den Versuchen erklärten.

Gefahr für Säuglinge durch Honig [mehr bei wikipedia.de]

Sporen einiger Bakterien können im Honig überleben. Besonders gefährlich ist der Krankheitserreger Clostridium botulinum, der das Botulinumtoxin freisetzt, welches zu Lähmungserscheinungen führen kann (Botulismus). In geringen Mengen wurde dieser Erreger auch in einzelnen Honigen nachgewiesen. Vermutlich wegen der noch nicht voll entwickelten Darmflora sind Säuglinge stärker durch bakterielle Infektionen gefährdet als Erwachsene. Trotz Intensivmedizin ist bei Säuglingen, die eine Infektion mit diesem Bakterium erleiden, meist mit einem bleibenden Schaden zu rechnen. Die Ärztekammer Baden-Württemberg und auch das Robert-Koch-Institut (RKI) empfehlen aus diesem Grund, bei Säuglingen unter 12 Monaten ganz auf die Gabe von Honig zu verzichten. Jedoch ist der vom Honigverzehr hervorgerufene Säuglingsbotulismus sehr selten. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist keine Gefahr mehr vorhanden.

Schon 2007 zeigten amerikanische Forscher der Pennsylvania State University in einer ähnlichen Studie mit Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 18 Jahren ebenfalls den Nutzen von Honig gegenüber dem üblicherweise in Hustenmedikamenten enthaltenen Wirkstoff Dextromethorphan bzw. keiner weiteren Behandlung.

Warum Honig so gut gegen Husten wirkt, weiß man nicht genau, Experten vermuten, dass in ihm enthaltene Antioxidantien für diesen Effekt verantwortlich sein könnten. In jedem Fall belegen die vorliegenden Studienergebnisse, dass Honig tatsächlich eine sichere, sehr wirkungsvolle und nicht zuletzt billige Alternative zu herkömmlichen Hustenmitteln und eine empfehlenswerte Therapie bei einer unkomplizierten Atemwegsinfektion und den damit verbundenen Schlafstörungen ist. Kindern unter einem Jahr allerdings sollte Honig wegen des Risikos des Säuglingsbotulismus nicht verabreicht werden; außerdem sollte man auch Honig wegen des erhöhten Kariesrisikos generell nicht über einen längeren Zeitraum geben.

 

Quellen:

Cohen HA, Rozen J, Kristal H, Laks Y, Berkovitch M, Uziel Y, Kozer E, Pomeranz A, Efrat

Effect of Honey on Nocturnal Cough and Sleep Quality: A Double-blind, Randomized, Placebo-Controlled Study. Pediatrics. 2012 Sep;130(3):465-71. Epub 2012 Aug 6. [LINK]

Paul IM, Beiler J, McMonagle A, Shaffer ML, Duda L, Berlin CM Jr., Effect of honey, dextromethorphan, and no treatment on nocturnal cough and sleep quality for coughing children and their parents. Arch Pediatr Adolesc Med. 2007 Dec;161(12):1140-6.[LINK]

Honig als Hustenmittel evidenzbasiert, pädiatrie hautnah 2012; 24 (5): S. 309, basierend auf: Cohen HA et al. Effect of honey on nocturnal cough and sleep quality: A double-blind, randomized, placebo-controlled study. Pediatrics 2012; 130: 465–471, [LINK]

 

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e. V. – Internet: www.dgk.de




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