Eine antientzündliche Ernährung kann dazu beitragen, chronische Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Im Mittelpunkt stehen vor allem frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Die Stiftung Warentest hat diesen Ernährungstrend näher unter die Lupe genommen.
Blaubeeren, Grünkohl oder Kurkuma bei Abgeschlagenheit, Darmproblemen oder gar Rheuma? Was steckt hinter dem Social-Media-Hype „antientzündliche Ernährung“ und wie wissenschaftlich fundiert ist das? Die Stiftung Warentest hat sich diesen neuen Ernährungstrend genauer angesehen und kommt zu überraschenden Ergebnissen: Antientzündlich essen ist mehr als nur ein Hype.
Für ihre Analyse hat sich die Stiftung Warentest den aktuellen Forschungsstand und medizinische Erkenntnisse zur antientzündlichen Ernährung angeschaut: Welche Wirkung hat sie? Bei welchen Krankheiten gibt es gute Belege für positive Effekte? Und wo hört die Wissenschaft auf und fängt das Marketing an?
Tatsächlich hat die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen zum Thema in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen. Es gilt als gesichert, dass ein ausgewählter Ernährungsstil bestimmten Entzündungsprozessen entgegenwirken kann. Für einige Krankheiten gibt es dazu eine solide Beweislage.
Das Fazit der Stiftung Warentest ist deshalb: Die antientzündliche Ernährung ist zwar kein Wundermittel, aber sinnvoll. So hilft eine antientzündliche Ernährung dabei, Alzheimer und Parkinson vorzubeugen, und wirkt sich positiv auf Adipositas, Typ-2-Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen und rheumatoide Arthritis aus. Auch den Verlauf entzündlicher Darmerkrankungen kann sie verbessern.
Gefährliche Fehlinformationen
Problematisch wird es hingegen, wenn Betroffene aufgrund von Fehlinformationen zur Ernährung verschriebene Medikamente absetzen oder ablehnen.
Einige Nahrungsmittel enthalten besonders viele antientzündliche Wirkstoffe, z. B. Polyphenole in rotem, blauem und violettem Obst und Gemüse, aber auch in Oliven und Olivenöl, oder Bromelain in Ananas, Kurkuma, Chili- und Paprikaschoten.
Entscheidend ist aber, die Ernährung als Ganzes zu betrachten und nicht einzelne Superfoods herauszugreifen. Die bekannteste, auch antientzündlich wirkende Ernährungsweise ist die mediterrane Ernährung: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Olivenöl, wenig rotes Fleisch und Zucker. Auch die nordische Ernährung, die mehr auf Beeren, Vollkornprodukte und Rapsöl setzt, gilt als antientzündlich.
Gerade bei der Linderung oder Heilung von Krankheiten kommt es aber nicht nur auf die Ernährung, sondern auf den gesamten Lebensstil an. Dazu gehören z. B. auch Bewegung und das Reduzieren von Stress.
Anzeige – Der ausführliche Report zum Thema antientzündliche Ernährung erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und online unter test.de/antientzuendliche-ernaehrung.
Quelle: Stiftung Warentest
















