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Aufblasbare Sommerartikel aus PVC: Verbraucherschützer warnen vor Schadstoffen

Aufblasbare Sommerartikel wie Luftmatratzen, Schwimmringe, Planschbecken oder Wasserbälle aus PVC stehen immer wieder in der Kritik. Verbraucherschützer und Untersuchungen weisen regelmäßig auf mögliche Schadstoffe in den Produkten hin.

Insbesondere Weichmacher, sogenannte Phthalate, werden häufig eingesetzt, um das Material flexibel zu machen. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht, die Gesundheit zu beeinträchtigen und können unter bestimmten Umständen aus dem Material austreten. Besonders bei Produkten für Kinder ist Vorsicht geboten, da diese häufig direkten Hautkontakt haben oder sogar in den Mund genommen werden.

D ie Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, beim Kauf auf schadstoffgeprüfte Produkte und anerkannte Prüfsiegel zu achten. Zudem sollten stark chemisch riechende Artikel vor der ersten Nutzung gründlich ausgelüftet werden.

Schwimmtier stinkt nach Chemie?

Tipps zu Kauf und richtiger Pflege von aufblasbaren Sommerartikeln aus PVC

Vom klassischen Wasserball über den Schwimm-Dino bis zur Badeinsel für die ganze Familie: Aufblasbare Sommerartikel passen leicht ins Ausflugs- und Reisegepäck und versprechen Badespaß für Kinder und Erwachsene. Doch Produkte aus weichem PVC (Polyvinylchlorid ) sind Risiko-Kandidaten für gesundheitsschädliche Chemikalien und halten oft nur einen Sommer. „Verbraucher:innen sollten daher beim Kauf von Luftmatratzen, Schwimmringen oder Pools besonders auf Materialqualität, Schadstoffprüfung und Sicherheitskennzeichen achten“, rät Kerstin Effers, Referentin für Umwelt und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale NRW. Wer einige Regeln befolgt, kann sorgenfrei in den Sommer starten.

Materialstärke prüfen

Die Dicke der PVC-Folie ist wichtig für die Haltbarkeit. Mindestens 0,25 Millimeter Folienstärke sollten es sein. So sind die Produkte stabiler und weniger rissanfällig. Dünnere Varianten neigen schneller zu Löchern und sind daher sehr kurzlebig. Auch bei intensiver Sonneneinstrahlung behalten dickere Produkte besser ihre Form. Vor dem Kauf lohnt sich ein kurzer Fingertest: Das Material sollte sich fest anfühlen, ohne dass man es durchdrücken kann. Hersteller hochwertiger Produkte geben die Materialstärke meist auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung an.

Auf Schadstoffe achten und im seriösen Handel kaufen

PVC-Spielzeuge können unter anderem bestimmte Phthalat-Weichmacher enthalten, die das Hormonsystem schädigen. Verbraucher:innen sollten nach Hinweisen wie „Phthalatfrei“ suchen und auf Schadstoffprüfsiegel achten. Namhafte europäische Hersteller werben offensiv mit solchen Angaben. Produkte mit GS-Zeichen oder Schadstoff-Prüfsiegeln (beispielsweise TÜV Rheinland oder DEKRA) garantieren, dass gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden. Billigangebote – ob aus dem stationären oder dem Online-Handel – sollten Verbraucher:innen hingegen meiden. Generell gilt (auch beim Kauf am Urlaubsort): Ein starker chemischer Geruch und schlechte Verarbeitung sind Warnsignale und deuten auf minderwertige Qualität hin.

Richtig pflegen und lagern

Nach der Nutzung im Salzwasser oder in chlorhaltigen Pools sollten PVC-Artikel gründlich mit Süßwasser abgespült werden. Anschließend im Schatten vollständig trocknen lassen, bevor sie zusammengelegt oder verstaut werden. So lassen sich Materialschäden und Schimmelbildung vermeiden. Außerhalb der Sommersaison brauchen die Produkte einen dunklen Lagerplatz. Reparatursets, die vielen Verpackungen beiliegen, lassen sich im Nähkästchen oder der Werkzeugkiste bei Bedarf leicht wiederfinden und verlängern die Lebensdauer des Wasserspielzeugs.

Alternativen zu PVC in Betracht ziehen

Aufblasbare Schwimmtiere, Planschbecken und Co. zu finden, die frei von PVC sind, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aber es gibt Alternativen: Schwimmnudeln und anderes Wasserspielzeug aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) sind unbedenklicher als PVC-Produkte und halten meist auch länger. Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren, kann auf PVC-freie Folie zum Beispiel aus TPU (Thermoplastisches Polyurethan) setzen. Dieses Material ist ebenfalls flexibel und benötigt in der Regel keine bedenklichen Weichmacher. Eine sinnvolle Planschbecken-Alternative für die Kleinsten sind sogenannte Sand- und Wassermuscheln aus hartem Kunststoff. Weiterer Vorteil: Sie können nicht nur im Sommer genutzt werden, sondern sind auch als Sandkasten geeignet und halten länger als eine Saison.

Weiterführende Informationen: www.verbraucherzentrale.nrw/node/43415

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