Start / Technik & Kommunikation / Mehr Zeit – Wie wäre es denn mal mit ein wenig Digital Detox?

Mehr Zeit – Wie wäre es denn mal mit ein wenig Digital Detox?

Digital Detox bezeichnet den bewussten Verzicht auf digitale Geräte oder deren eingeschränkte Nutzung für einen bestimmten Zeitraum. Ziel ist es, die Bildschirmzeit zu reduzieren, Stress durch ständige Erreichbarkeit zu verringern und wieder mehr Zeit für persönliche Kontakte, Bewegung und Erholung zu gewinnen. Schon kleine Veränderungen können helfen: Benachrichtigungen ausschalten, handyfreie Zeiten festlegen oder das Smartphone beim Essen und vor dem Schlafengehen beiseitelegen. Besonders Familien können davon profitieren, wenn sie gemeinsam digitale Auszeiten vereinbaren und alternative Freizeitaktivitäten entdecken.

Tipp: Digital Detox muss nicht bedeuten, vollständig offline zu gehen. Oft reicht es, digitale Medien bewusster zu nutzen und regelmäßig Pausen einzulegen.

Die Stiftung Warentest gibt nachfolgend Tipps, wie Pushnachrichten und Benachrichtigungs-Gebimmel heruntergeregelt werden kann.

Digital Detox - Smartphone liegt während einer digitalen Auszeit ausgeschaltet auf einem Tisch.

Aus Smartphone mach Dumbphone – Wege aus dem Handy-Stress

Pushnachrichten, Benachrichtigungs-Gebimmel und Bildschirme voller bunter Apps: Smartphones sind darauf ausgerichtet, dass Menschen möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen. Aber es gibt Mittel gegen die Sogwirkung: Mit ein paar Systemeinstellungen und hilfreichen Apps lassen sich die Reize der Geräte gezielt herunterpegeln – oder man kauft ein Smartphone, das schon ab Werk weniger stresst. Die Stiftung Warentest erklärt, was die Optionen bringen.

„Es ist kein Wunder, dass wir ständig am Handy hängen, sogar auf dem Spielplatz, beim Abendessen oder auf einem Waldspaziergang“, sagt Georg Dahm, Technikexperte der Stiftung Warentest. „Das Design von Smartphones und Apps hat eine so starke Sogwirkung, dass wir uns immer wieder reinziehen lassen. Aber wir können etwas dagegen tun – wenn wir es wirklich wollen.“

Weniger Bim-Bam

„Der erste Schritt zu mehr Ruhe: Schalten Sie alle App-Benachrichtigungen aus“, sagt Georg Dahm. „Sonst geben Sie Ihrem Telefon die Macht, Sie ständig aus der Konzentration zu reißen. Die Welt geht nicht unter, wenn Sie Ihre Whatsapps nur viermal am Tag checken.“ Aber was ist, wenn jemand eine wichtige Nachricht hat? „Vereinbaren Sie mit Ihrem Umfeld: Wenn etwas wirklich dringend ist – ruft mich an!“

Schwarz-weiß statt bunt

Erstaunlich effektiv kann es sein, das Display des Smartphones auf Schwarz-weiß umzustellen: „Das geht sowohl beim iPhone als auch bei Android mit ein paar Klicks“, sagt Georg Dahm. „Eine Reihe von Studien hat gezeigt: Wenn Apps und Videos nicht mehr bunt leuchten, geht die Handynutzung deutlich zurück.“ Die Stiftung Warentest hat mit dem TCL NXTpaper 60 Ultra* auch ein Smartphone getestet, das mit einem eigenen Schalter in einen Graustufen-Modus versetzt werden kann.

Profile für jede Lebenslage anlegen

Eine andere Strategie sind Nutzungsprofile für verschiedene Anlässe, zum Beispiel morgens, auf dem Weg zur Arbeit, im Büro oder am Familientisch. „Überlegen Sie, welche Apps Sie da wirklich brauchen und wer Sie anrufen oder Ihnen eine Nachricht schicken darf“, sagt Georg Dahm. „Alles andere schalten Sie aus.“ Das geht beim iPhone mit der Funktion „Fokus“, bei den meisten Android-Geräten mit „Modi“.

Wort statt Bild

Besonders überzeugend ist diese Idee beim Fairphone (Gen. 6)* umgesetzt: Hier heißen die Profile „Moments“, aktiviert werden sie mit einem Schalter an der Geräteseite. Das Besondere: Die erlaubten Apps erscheinen nicht als Icons, sondern als nüchterner Text auf einem schlichten Hintergrund. „Sie wirken dann eher wie Werkzeuge und weniger wie bunte Verheißungen“, sagt Georg Dahm. Wer diesen Effekt auf seinem Smartphone ausprobieren möchte, kann sich eine entsprechende App herunterladen, die unter Stichworten wie „Dumbify“ oder „Dumbphone“ zu finden ist.

Oder doch ein „Dumbphone“?

„Dumbphone“ war früher ein spöttischer Begriff für schlichte Tastentelefone – inzwischen bezeichnet er Telefone, die sich ganz bewusst von der Bedienlogik moderner Smartphones absetzen. Ein Beispiel ist das Mudita Kompakt* vom polnischen Anbieter Mudita. „Es hat einen E-Ink-Bildschirm wie ein E-Book-Reader, taugt also nicht für Videos“, sagt Georg Dahm. Auch die App-Ausstattung ist bewusst spartanisch gehalten. „Das ist ein Gerät für echte Minimalisten – oder für die Zeiten, in denen Sie ganz bewusst nicht am digitalen Alltag teilhaben wollen.“

ANZEIGE – Weitere Tipps für den „Digital Detox“ (eine bewusste Auszeit vom Bildschirmgerät) stehen in der November-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest sowie unter test.de/reizreduzierte-smartphones.

Markiert:
--
🎄 Tage bis Weihnachten 🎁

WhatsApp Kanal

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal und erhalte aktuelle Rückrufe, wichtige Verbraucherwarnungen und interessante Infos direkt auf dein Smartphone.

Jetzt abonnieren >>

Anzeigen - Werbung


Bei obenstehenden Links handelt es sich um Affiliate-Links. Verwenden Sie diesen Link und schließen dann z. B. einen Vertrag ab oder führen einen Kauf durch, so erhalten wir eine Provision vom Anbieter. Für Sie entstehen keine Nachteile beim Kauf, Vertrag oder Preis.

Magazin

Neue Artikel