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09.4.2013   |   Kindersicherheit

Gefahren für Kinder durch Knopfzellen: Kleine Zellen mit großer Wirkung


Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) betont die Gefahren von Knopfzellen

In Spielzeug, Hörgeräten und Fernbedienungen werden immer häufiger Batterien verwendet, die kaum größer sind als ein Knopf. Kleinkinder nehmen gerne Gegenstände in der Größe einer Knopfzelle in den Mund oder stecken sich diese in Körperöffnungen wie Nasenlöcher oder Ohren. Dabei kann es immer wieder dazu kommen, dass sie eine Batterie verschlucken. Nach Expertenschätzungen werden in Deutschland jährlich rund 800 Fälle in den Giftinformationszentralen beraten, bei denen Kleinkinder betroffen sind und anschließend ärztlich behandelt werden müssen.

Gefahren für Kinder durch Knopfzellen: Kleine Zellen mit großer Wirkung

Das Risiko, eine Knopfzelle zu verschlucken, ist nach medizinischen Erkenntnissen im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren am höchsten. Wenn die Eltern einen solchen Vorfall bemerken, sollten sie sofort Mund und Nase des Kindes untersuchen und die Batterie entfernen, sofern dies noch möglich ist. Anschließend sollten sie dem Kind einen Schluck Wasser zu trinken geben und umgehend den Kinderarzt aufsuchen.

„Eltern können ihre Kinder vor solchen Unfällen bewahren, indem sie darauf achten, dass Knopfbatterien nicht achtlos herumliegen und die Batteriefächer sämtlicher Geräte im Haushalt stets gut verschlossen sind“, rät Martina Abel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Sollte es aber trotzdem geschehen, dass Kinder eine Knopfzelle verschlucken, müssen die Eltern den Kinderarzt konsultieren.

Batterien enthalten Kadmium, Quecksilber und Blei. Solange die kleinen Energiespender intakt bleiben, treten die Inhaltsstoffe nicht aus. In der Regel werden verschluckte Knopfzellen auch ohne Probleme wieder ausgeschieden.

Besondere Gefahr droht jedoch, wenn eine kleine Batterie in der Speiseröhre hängen bleibt. Die Batterien können dann undicht werden, die Speiseröhre verätzen oder Schleimhautverätzungen verursachen. Die betroffenen Kinder müssen dann in einer Kinderklinik behandelt werden, wo die Batterie endoskopisch entfernt wird.

Soweit muss es jedoch nicht kommen. Für Eltern ist es daher wichtig, besonders bei Spielzeug, das mit Knopfzellen betrieben wird, die Batteriefächer so gut zu sichern, dass das Kind keine Gelegenheit hat, mit den kleinen Energiespendern in Berührung zu kommen.

Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. mit Sitz in Bonn ist ein bundesweit tätiger Verein. Die BAG informiert auf ihrer Webseite www.kindersicherheit.de über Kinderunfälle und deren Verhütung und gibt zahlreiche Broschüren zur Kindersicherheit heraus. Unterstützt durch u.a. das Bundesministerium für Gesundheit setzt sich die BAG dafür ein, Kinderunfälle zu reduzieren, innovative Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit sowie Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene voran zu bringen. Mitglieder sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister.

BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.
www.kindersicherheit.de

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