ÖKO-TEST Wachsmalstifte – Schummel mit Bienenwachs

Außerdem steckt oft weniger Bienenwachs in den Stiften, als die Verpackung den Anschein erweckt. Darauf macht das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aufmerksam, das 16 verschiedene Marken ins Labor geschickt hat.

Manche Hersteller betreiben einen Etikettenschwindel. Denn sie bilden auf ihren Verpackungen herumschwirrende Bienen ab und möchten so bei den Eltern wohl den Eindruck erwecken, dass bei den Stiften das teure Bienenwachs verarbeitet wurde. Doch diese Naturzutat steckt nur in kleinsten Mengen im Produkt, stattdessen wurde das billigere Wachs aus Erdöl verwendet. Problematisch wird das vor allem dann, wenn die Kinder aus Versehen beim Malen ein Stück Wachsmalstift verschlucken. Die Paraffine können sich im Körper verteilen und sich beispielsweise in Leber und Lymphknoten ablagern.

Außerdem ist die Liste der bedenklichen und problematischen Inhaltsstoffe lang:

In zwei Produkten wurde beispielsweise Anilin analysiert, das in Verdacht steht, Krebs zu erregen. In sieben Produkten stecken erhöhte bzw. stark erhöhte Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), von denen einige krebserregend sind.

In den Faber-Castell-Wachsmalkreiden beispielsweise summieren sich die PAK-Einzelverbindungen auf knapp zehn Milligramm pro Kilogramm. Darunter sind acht PAK-Verbindungen, die aufgrund ihrer Einstufung als krebserregende Substanzen – zumindest in Autoreifen – stark reglementiert sind.

In einer Marke entdeckte das Labor das nervengiftige Schwermetall Blei, das sich beim Malen im Schweiß der Kinderhände lösen kann.

Es gibt aber auch Hersteller, die empfehlenswerte Produkte anbieten. Immerhin zwei Marken erhalten das Testsiegel „sehr gut“ und drei weitere sind „gut“.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2012 gibt es seit dem 27. Januar 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST Verlag – www.oekotest.de

 

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