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Cybersicherheit für Grundschulkinder: So lernen Kinder den sicheren Umgang mit Online-Accounts

Ob digitale Lernplattformen für die Schule, das Lieblings-Online-Game oder Streaming-Dienste für Kinderhörspiele: Schon im Grundschulalter legen Kinder ihre ersten eigenen Online-Accounts an. Dabei sammeln sich schnell zahlreiche Daten an – vom hart erarbeiteten Spielfortschritt über den digitalen Stundenplan bis hin zu hochsensiblen Informationen wie dem echten Namen, Geburtsdatum, Fotos oder Wohnort.

Solche Daten dürfen keinesfalls in fremde Hände gelangen. Ein altersgerechter Zugang zur Cybersicherheit vermittelt Kindern nicht nur technisches Grundwissen, sondern stärkt vor allem ihre digitale Selbstbestimmung und ihr Verantwortungsbewusstsein im Netz.

Ein frühzeitiger und positiver Umgang mit IT-Sicherheit nimmt Kindern die Unsicherheit und zeigt ihnen, dass sie selbst aktiv dazu beitragen können, ihre Online-Accounts zu schützen.

Warum Cybersicherheit schon im Grundschulalter wichtig ist

Kinder bewegen sich heute selbstverständlich in digitalen Räumen, können Gefahren wie Phishing, Hackversuche oder Datenmissbrauch jedoch noch nicht realistisch einschätzen.

Von klein auf abgesichert: Schutz von Online-Accounts für Kinder erklärt 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) möchte schon Kinder und Jugendliche für einen sicheren Umgang mit digitalen Angeboten sensibilisieren und stellt Redaktionen von Kinder- und Jugendmedien daher thematische Ansätze zur Verfügung. Das BSI kann darüber hinaus Interviewgäste vermitteln sowie weitere Hintergrundinformationen bereitstellen. Auf der Webseite des BSI finden zudem sowohl Eltern als auch Pädagoginnen und Pädagogen Informationen rund um Sicherheit im digitalen Familien- und Schulalltag.

Nachfolgend bietet das BSI eine kindgerechte Aufbereitung der Themen Passwort und Zwei-Faktor-Authentisierung. Allgemeine Informationen rund um den Schutz von Benutzerkonten finden Sie hier.

Einfach erklärt: Warum ein Passwort wie ein Türschlüssel funktioniert

Um eine Tür aufzuschließen, brauchst du einen Schlüssel. Zu deinem Zuhause passt aber einzig und allein dein Schlüssel: Wenn du gemeinsam mit deiner besten Freundin von der Schule nach Hause kommst und sie auch einen Schlüssel dabei hat, kann sie trotzdem nicht deine Haustür aufschließen. Das liegt daran, dass dein Schlüssel einzigartig ist: So bleibt dein Zuhause sicher.

Schlüssel gibt es auch im Internet – in Form von Passwörtern. Wenn du eine Lernplattform oder ein Spiel benutzen möchtest, brauchst du oft zuerst einen Account. Das ist dein Zuhause im Internet: In dem Account befinden sich Dinge, die allein dir gehören, etwa dein Spielstand oder Nachrichten in deinem Chat. Und wie eine Haustür kannst du auch deinen Account abschließen – mit dem Passwort.

Wenn du das Passwort eingibst, sagst du der Webseite: „Das ist wirklich mein Account.“ Das Passwort sollte schließlich niemand außer dir kennen. Hältst du das Passwort geheim, ist das so, als würdest du eine Tür abschließen, damit niemand Fremdes hereinkommt. Wer aber einen Schlüssel herumliegen lässt, riskiert, dass andere die Tür aufschließen. Die Gefahr gibt es auch beim Passwort.

Damit dein Passwort nicht in fremde Hände gerät, merkst du dir am besten diese Regeln:

Mein Passwort ist schwer zu erraten. Der eigene Vorname, das Geburtsdatum oder „123456“ sind keine guten Passwörter. Verwende am besten Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Verzichte auf Wörter, die so auch im Wörterbuch stehen. Du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Mein Passwort ist geheim. Auch guten Freundinnen und Freunden verrate ich mein Passwort nicht. So wie ein Schlüssel gehört auch mein Passwort nicht in fremde Hände.

Auf mein Passwort passe ich gut auf. Wenn mir etwas komisch vorkommt, hole ich Hilfe: Fragt jemand nach meinem Passwort, funktioniert die Anmeldung nicht mehr oder erscheinen unbekannte Nachrichten, spreche ich eine erwachsene Vertrauensperson an.

Übrigens: Wenn du Passwörter auf einen Zettel schreibst, kann es passieren, dass andere den Zettel finden und so deine Passwörter erfahren. Mit einem Passwort-Merkblatt kannst du das verhindern: Auf der Webseite des BSI erfährst du, wie das Merkblatt funktioniert.

Finde den Fehler: Passwort geklaut?

In unserem Suchbild siehst du Luka, die auf ihrem Tablet ein Online-Game spielt. Luka ist besorgt: Ihrem besten Freund wurde vor kurzem ein Passwort geklaut. Jemand hat dann seinen Spielstand gelöscht. Aber könnte auch jemand Luka Passwort klauen? Auf dem Bild findest du bis zu drei Wege, wie eine fremde Person an Lukas Passwort gelangen könnte: Finde und umkreise sie!

https://www.bsi.bund.de/dok/1211800

Und was kommt nach den Passwörtern? Eine digitale Tür mit zwei Siegeln

Passwörter haben einen Haken: Manchmal werden sie gestohlen oder Kriminellen gelingt es, sie zu erraten. Wenn Kriminelle sich dann in einem fremden Account anmelden, ist es, als würden sie in ein Haus einbrechen. Um das zu verhindern, brauchst du eine Zwei-Faktor-Authentisierung: Dabei gibst du zuerst dein Passwort ein und musst anschließend noch einen zweiten Beweis liefern, dass wirklich du es bist, die auf den Account zugreifen möchte. Dafür gibst du zum Beispiel einen Code ein, der an dein Handy geschickt wird – etwa an eine Authenticator-App.

Mit der Zwei-Faktor-Authentisierung ist dein Account also doppelt abgesichert. Er hat dann eine Haustür, für die man gleich zwei Schlüssel braucht: Klaut jemand einen der beiden Schlüssel, kann er die Tür noch immer nicht aufschließen. So bleiben deine persönlichen Daten, Fotos, Nachrichten oder Spielstände besser geschützt. Was die Zwei-Faktor-Authentisierung mit deinem Fingerabdruck und einer Gesichtserkennung zu tun hat, zeigt ein Erklärvideo des BSI.

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 

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