Joghurt gehört zu den beliebtesten Milchprodukten in Deutschland. Ob natur, griechisch, Skyr oder mit Früchten – die Auswahl ist groß. Das vielseitige Lebensmittel eignet sich zum Frühstück, als Snack oder als Zutat für Desserts, Dressings und herzhafte Gerichte. Die Stiftung Warentest hat nun Kirschjoghurts genauer unter die Lupe genommen
Kirschjoghurt lockt mit leckerer Frucht. Wer jedoch viel Kirsche sucht, wird enttäuscht: Der Kirschanteil ist häufig gering, der Zuckergehalt hingegen hoch. Die Stiftung Warentest hat 17 vielverkaufte Kirschjoghurts und drei Bio-Joghurts getestet. Die meisten wurden mit Gut bewertet – darunter auch viele preiswerte.
Die Stiftung Warentest hat 20 Kirschjoghurts geprüft, darunter auch Kirschsahnejoghurts und Kirschjoghurts griechischer Art. Im Fokus des Tests standen Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl, aber auch die Zusammensetzung, die Schadstoffbelastung und die Angaben auf den Bechern.
Insgesamt erlangten 14 von 20 getesteten Produkten das Qualitätsurteil Gut. „Mehrere der von uns am besten bewerteten Kirschjoghurts sind günstige Eigenmarken aus Supermarkt und Discounter. Entscheidender als der Preis ist, was in den Joghurts steckt. Hier gibt es große Unterschiede“, sagt Julia Schwietering, Testleiterin bei Stiftung Warentest.
So variiert der Kirschanteil in den Joghurts deutlich. Die Bandbreite reicht von 6 Prozent, was der Mindestgehalt für Fruchtjoghurts ist, bis zu 16 Prozent. „Im Schnitt sind etwa 10 Prozent Frucht in einem Kirschjoghurt. Das sind bei einem 150-Gramm-Becher etwa vier kleine Kirschen“, sagt Julia Schwietering. Da der Fruchtgehalt analytisch nicht bestimmbar ist, floss er nicht in die Bewertung ein. Die meisten Anbieter setzen ihren Joghurts Aromastoffe und färbende Pflanzenkonzentrate zu.
Beim Thema Zucker geizt keiner der untersuchten Kirschjoghurts. Je nach Produkt sind zwischen 9,3 Gramm und 13,3 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten. Besonders reichhaltig sind die Kirschsahnejoghurts mit durchschnittlich 12,1 Gramm Zucker und 7,8 Gramm Fett pro 100 Gramm. Damit haben sie rund 50 Prozent mehr Kalorien als ein normaler Kirschjoghurt.
Im Prüfpunkt Schadstoffe fielen alle konventionell erzeugten Kirschjoghurts mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln auf. Nur die drei Bio-Joghurts im Test waren pestizidfrei. Besonders auffällig war das Pflanzenschutzmittel Captan. Es soll Kirschbäume vor Pilzkrankheiten schützen, steht aber auch im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Belastung mit Captan war in den meisten Joghurts gering, ein Kirschjoghurt griechischer Art aber war deutlich belastet.
Anzeige – Der ausführliche Test erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und ist online abrufbar unter test.de/kirschjoghurts.
Quelle: Stiftung Warentest


















