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Stiftung Warentest Kinderfahrräder – Nur ein Fahrrad überzeugt

Kinderfahrräder begleiten den Nachwuchs auf dem Weg zur Selbstständigkeit und sorgen für Bewegung an der frischen Luft. Entscheidend ist die richtige Größe: Sie richtet sich nach der Körpergröße beziehungsweise Schrittlänge des Kindes – nicht nach dem Alter. Noch wichtiger ist die Sicherheit. Eine gut funktionierende Bremse, rutschfeste Griffe, Reflektoren und eine kindgerechte Rahmenform. Nicht vergessen: Ein passender Fahrradhelm gehört immer dazu.

Kinderfahrräder – Sicher unterwegs von Anfang an

Stiftung Warentest hat nun elf 14-Zoll-Kinderfahrräder für Drei- bis Fünfjährige getestet – das Fazit ist ernüchternd: Fünf Modelle sind wegen gefährlich schlechter Bremsen mangelhaft. Nur ein Fahrrad überzeugt.

Auf dem Prüfstand standen bekannte Marken wie Puky, Cube und Bulls sowie Modelle von Decathlon, Woom und weiteren Anbietern. Die Preisspanne reicht von 120 bis 449 Euro. Das Ergebnis nach Fahr-, Sicherheits- und Haltbarkeitstests: Fünf Räder fallen mit der Note Mangelhaft durch. Vier Modelle haben gefährlich starke Vorderbremsen. Ziehen Kinder diese zu kräftig, können sie stürzen. Ein weiteres Rad hat eine zu schwache Hinterbremse, zudem brach dessen Gabel im Test.

„Im Praxistest segelten einige Kinder beim Bremsen über den Lenker. Zum Glück hat sich niemand verletzt“, erklärt Nico Langenbeck, Experte für Sport- und Freizeitprodukte bei der Stiftung Warentest. „Im Labor stellten wir dann fest, dass die Vorderbremsen von Academy, Bachtenkirch, Bikestar und Cube viel zu stark sind und die Normvorgaben für Kinderfahrräder teils deutlich überschreiten.“ Bei einem Modell von Dino Bikes ist es umgekehrt: Hier ist die Hinterbremse zu schwach, außerdem brach der Gabelschaft im Belastungstest. Konfrontiert mit den Mängeln, reagierten die Anbieter sehr unterschiedlich – von kundenfreundlichen Lösungen bis hin zur Verweigerung jeglicher Maßnahmen.

Eltern sollten beim Kauf besonders auf die Sattelhöhe achten: Sie muss zur Beinlänge des Kindes passen. Während manche Räder nur wenige Zentimeter Wachstum zulassen, bieten andere deutlich mehr Spielraum. Auch das Gewicht ist wichtig: Leichte Räder erleichtern Kindern das Fahren erheblich. Von Stützrädern raten die Testerinnen und Tester ab – sie behindern eher das Radfahrenlernen.

Anzeige – Der ausführliche Testbericht verrät, welches Rad insgesamt gut überzeugen konnte und was die konfrontierten Anbieter antworteten. Er erscheint in der März-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter www.test.de/kinderfahrrad.

Quelle: Stiftung Warentest