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Test Autokindersitze – Die meisten schützen, acht Sitze nicht

Das Thema Autokindersitze ist für Eltern ein emotionales und zugleich hochgradig sicherheitsrelevantes Thema. Auch wenn moderne Kindersitze strengen Prüfnormen unterliegen, zeigt die Praxis (unter anderem durch regelmäßige Tests von ADAC und Stiftung Warentest), dass „neu“ oder „teuer“ nicht automatisch „sicher“ bedeutet. Die Risiken und Sicherheitslücken teilen sich meist in zwei Kategorien auf: Konstruktionsfehler der Hersteller und Bedienungsfehler im Alltag. Allerding sind gebrauchte Kindersitze ein heikles Thema

Warum Sitze im Test durchfallen

Selbst namhafte Hersteller patzen immer wieder in den unabhängigen Crashtests. Die häufigsten Gründe, warum ein Sitz als „nicht sicher“ eingestuft wird, sind Schadstoffe in den Bezügen. Schwächen beim Seitencrash – oft gibt es beim Seitenaufprallschutz (oft durch unzureichende Protektoren) erhebliche Unterschiede. oder Materialversagen. In Test-Szenarien kam es in der Vergangenheit schon vor, dass etwa Isofix-Rastarme brachen, Gurtschlösser sich öffneten oder der Sitzkörper Haarrisse bekam.

Die Stiftung Warentest hat gemeinsam mit dem ADAC und internationalen Partnern 44 Autokindersitze getestet

Im Test Autokindersitze – Die meisten schützen, acht Sitze nicht

Die Stiftung Warentest hat gemeinsam mit dem ADAC und internationalen Partnern 44 Autokindersitze getestet – von der Babyschale bis zum Sitz für Kinder bis 1,50 Meter. Das Ergebnis: Gute Sitze gibt es in fast jeder Klasse, teils schon für unter 100 Euro. Doch einige Modelle fallen im Test durch – und sind damit lebensgefährlich. Bereits im April warnte die Stiftung Warentest vor diesen acht mangelhaften Sitzen. Nun liegen die vollständigen Testergebnisse vor.

Im aktuellen Test wurden Sitze für alle Altersgruppen geprüft, von der Babyschale bis zum Kindersitz für Schulkinder. Die Preise reichen von 65 bis 848 Euro. Bekannte Marken wie Joie, Maxi-Cosi, Cybex, Britax Römer und Besafe sind vertreten – ebenso günstigere Anbieter. Gute Sitze finden sich dabei quer durch alle Größen- und Preisklassen.

Wer ein Kind sicher transportieren will, steht oft vor der Frage: ein Sitz für alle Größen – oder lieber mehrere? „Ein Sitz, der vom Neugeborenen bis zum zwölften Lebensjahr reichen soll, klingt verlockend. Aber kein einziger dieser Kombisitze kommt im Test über ein Befriedigend hinaus. Sieben bauähnliche Modelle, aber von unterschiedlichen Anbietern, sind sogar gefährlich“, erklärt Sarah Vasconi, Testleiterin bei der Stiftung Warentest. „Je mehr Wachstumsstufen ein Sitz abdeckt, desto komplexer seine Bedienung – häufig steigt damit auch das Risiko der Fehlbedienung.“ Einfachere, auf eine Altersgruppe spezialisierte Sitze schnitten in der Handhabung oft besser ab.

Praktischer Tipp: Eine Babyschale für die ersten Monate, gefolgt von einem gut bewerteten Kindersitz ab Kleinkindgröße – das ist häufig die sicherere und oft auch günstigere Kombination. Wer im stationären Handel kauft, kann Sitz und Kind direkt aufeinander abstimmen.

Außerdem wichtig: Gurte immer eng anlegen, keine dicke Jacke beim Anschnallen. Im Alltag sitzen Gurte zu oft zu locker.

Warnung vor acht Sitzen 

Bereits im April hatte die Stiftung Warentest vor acht Sitzen gewarnt, die im Crashtest versagten – darunter die sieben bauähnlichen Modelle mit der Zulassungsnummer E8 0313715. Wer einen dieser Sitze besitzt, sollte ihn ab sofort nicht mehr nutzen. Auch die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 mit Basis Mink FX2 fiel beim Frontalcrash durch – allerdings nur in Kombination mit der Basis Mink FX2. Die Stiftung Warentest rät davon ab, diese Kombination weiter zu verwenden.

Anzeige – Der vollständige Test erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter www.test.de/kindersitze.

Quelle: Stiftung Warentest

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