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Berufsunfähigkeitsversicherung – Warum sie schon ab dem Schulalter sinnvoll ist

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört neben der Privathaftpflicht zu den wichtigsten Existenzabsicherungen. Sie greift, wenn ein Arzt bescheinigt, dass der aktuelle Beruf voraussichtlich für mindestens 6 Monate zu mindestens 50 % nicht mehr ausgeübt werden kann.

Berufsunfähigkeitsversicherung - Stiftung Warentest verrät, warum sich der Abschluss schon im Schulalter lohnt

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann existenzsichernd sein. Sehr gute Angebote gibt es bereits für Zehnjährige oder noch jüngere Kinder. Die Stiftung Warentest verrät, warum sich der Abschluss schon im Schulalter lohnt – und worauf man vor dem Abschluss achten sollte.

Das entscheidende Argument für einen Versicherungsabschluss bereits im Schulalter: Jüngere haben meist weniger Vorerkrankungen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine leistungsstarke Police ohne Risikozuschläge und den Ausschluss von Diagnosen: „Je früher Eltern einen Vertrag für ihre Kinder abschließen, umso höher ist die Chance auf einen guten Vertrag, der dann das gesamte Erwerbsleben gilt“, sagt Simone Weidner, Versicherungsexpertin der Stiftung Warentest. So lässt sich ein möglichst unbelasteter Gesundheitszustand dauerhaft zur Grundlage des Vertrags machen.

Weiterer Vorteil: Günstige Berufsrisikoklasse

Schülerinnen und Schüler gehen noch keinem konkreten Beruf nach. Versicherungen stufen sie daher meist in eine niedrige oder mittlere Risikoklasse ein. Im Vergleich dazu landen Handwerker, Künstler oder Ergotherapeuten meist in einer höheren Risikoklasse – das heißt, ihr Risiko berufsunfähig zu werden, wird höher eingestuft. Das zeigt sich dann auch in den Beiträgen: Je höher das Berufsrisiko, desto teurer wird es.

Darum lohnt sich der frühere Abschluss auch langfristig

In der Regel erhalten schulpflichtige Kinder ohne schwerwiegende Vorerkrankungen einen sehr guten Berufsunfähigkeitsschutz. „Über die gesamte Laufzeit betrachtet, ist der Schutz in der Regel nicht teurer als bei einem späteren Abschluss. Denn wer später, zum Beispiel mit 30 Jahren einsteigt, würde dann direkt mit höheren Beiträgen starten“, sagt Simone Weidner.

Die Expertin rät, auf eine Upgrade-Möglichkeit für später zu achten, um die vereinbarte Monatsrente perspektivisch erhöhen zu können. Empfehlenswert ist eine Beitragsdynamik, mit der Beiträge und Rente zum Beispiel mindestens um drei Prozent jährlich steigen. Viele Tarife bieten eine sogenannte Nachversicherungsgarantie. Die vereinbarte Rente lässt sich damit beispielsweise von 1.000 auf 2.000 Euro erhöhen – meist, wenn ein entsprechendes Einkommen nachgewiesen werden kann. Wichtig: Unbedingt darauf achten, dass im Vertrag eine Erhöhung ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung möglich ist.

Dann leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen. Sie springt ein, wenn die versicherte Person ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bewältigen kann – meist mindestens zu 50 Prozent, sechs Monate lang. Tritt der Leistungsfall ein, zahlt die Versicherung die vereinbarte Rente.

Worauf man vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung noch achten sollte und welche weiteren Versicherungen für Kinder sinnvoll sind, steht in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und online unter test.de/bu-versicherung-schulalter.

Quelle: Stiftung Warentest

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