Manchmal darf es einfach ein bisschen geschmeidiger sein. Gleitgel kann dabei helfen, Reibung zu reduzieren und intime Momente angenehmer zu machen. Ob spontan oder gut vorbereitet: Ein kleines Fläschchen kann für mehr und entspannteren Spaß sorgen.
Gilt also: Mehr Flutsch, mehr Komfort, mehr Spaß? Nicht immer, das hat nun ÖKO-TEST in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden.
ÖKO-TEST hat 24 wasserbasierte Gleitgele getestet
Gleitgele sollen das Liebesleben angenehmer machen. Doch in Sachen Inhaltsstoffe überzeugen laut ÖKO-TEST nicht alle Produkte im Test. In einem steckt Formaldehyd, zwei weitere überschreiten den Kosmetikgrenzwert für Phenoxyethanol. Immerhin: Neun Gleitgele erhalten die Bestnote.
ÖKO-TEST hat 24 wasserbasierte Gleitgele getestet. Da Gleitgele an besonders sensiblen Körperstellen zum Einsatz kommen, haben die Verbraucherschützer bei den Inhaltstoffen genauer hingeschaut. Drei Produkte ernten wegen der eingesetzten Konservierungsmittel Kritik.
Das Gleitgel Super Rutscher Sex Max wird vom Hersteller Joydivision als besonders „hautfreundlich“ beworben, auch bei häufiger Anwendung. Gleichzeitig setzt er den Formaldehydabspalter Imidazolidinyl-Urea ein. Erwartungsgemäß wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor Formaldehyd im Testprodukt nach. Der Stoff ist als wahrscheinlich krebserregend der Kategorie 1B eingestuft und kann schon in geringen Mengen Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Außerdem bemängelt ÖKO-TEST das Fehlen eines entsprechenden Warnhinweises auf dem Produkt. Das Testurteil lautet „ungenügend“. Immerhin: Der Hersteller teilte den Verbraucherschützern mit, den Warnhinweis auf noch lagernden Tuben per Aufkleber ergänzt zu haben und zukünftig vollständig auf Imidazolidinyl-Urea verzichten zu wollen.
Andere Testprodukte setzten Phenoxyethanol als Konservierungsmittel ein. Da Tierversuche Hinweise auf eine mögliche leberschädigende Wirkung des Stoffes gaben, darf er laut Kosmetikverordnung in gebrauchsfertigen Produkten nur bis zu einer Konzentration von einem Prozent enthalten sein. Zwei Gleitgele im Test überschreiten diesen Grenzwert – wenn auch nur knapp. Eines der betroffenen Produkte ist zwar als Medizinprodukt gekennzeichnet und fällt damit nicht unter die Kosmetikverordnung, trotzdem wertet ÖKO-TEST ab, da sich das Anwendungsgebiet nicht von den anderen Gleitgelen unterscheidet. Das Testurteil lautet für beide Produkte „mangelhaft“.
Wer auf kritische Inhaltsstoffe verzichten möchte, findet eine große Auswahl an „guten“ oder „sehr guten“ Produkten im Test. Neun Gleitgele überzeugen sogar mit Bestnote.
Weitere Informationen finden Sie in der Oktoberausgabe des ÖKO-TEST Magazins und online unter: oekotest.de/601822
Quelle: ÖKO-TEST

















