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Hohe Benzin- und Dieselpreise: Mit diesen Tipps können Autofahrer Spritkosten sparen

Hohe Benzinpreise machen das Autofahren für viele Haushalte zunehmend teuer. Gefühlt jeden Tag neue Höchstpreise für Benzin und Diesel an den Zapfsäulen. Gerade Familien, Pendler und Menschen, die beruflich oder privat auf das Auto angewiesen sind, spüren steigende Kraftstoffkosten unmittelbar im Haushaltsbudget. Doch bereits kleine Veränderungen beim Tanken und Fahren können dabei helfen, den Benzinverbrauch zu reduzieren und Spritkosten zu sparen.

Nicht immer muss das Auto stehen bleiben. Entscheidend ist vielmehr, unnötigen Verbrauch zu vermeiden, Preise zu vergleichen und die vorhandenen Möglichkeiten zum Sparen konsequent zu nutzen.

Steigende Benzinpreise belasten das Haushaltsbudget

Spritverbrauch senken: Fahrweise macht einen Unterschied

Eine der wichtigsten Stellschrauben beim Benzinverbrauch ist die eigene Fahrweise. Wer häufig stark beschleunigt, spät bremst und anschließend wieder kräftig Gas gibt, verbraucht in der Regel mehr Kraftstoff.

Eine vorausschauende Fahrweise kann dagegen helfen, unnötige Beschleunigungs- und Bremsvorgänge zu vermeiden. Wer frühzeitig erkennt, dass beispielsweise eine Ampel rot ist oder der Verkehr langsamer wird, kann das Fahrzeug kontrolliert ausrollen lassen, statt bis kurz vor dem Hindernis zu beschleunigen und anschließend stark abzubremsen.

Auch häufige Kaltstarts können den Verbrauch erhöhen. Gerade bei kurzen Strecken ist der Kraftstoffverbrauch eines kalten Motors vergleichsweise hoch.

Diese Fahrweise kann Sprit sparen

  • möglichst gleichmäßig fahren
  • unnötig starkes Beschleunigen vermeiden
  • ausreichend Abstand halten und vorausschauend fahren
  • unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge reduzieren
  • hohe Drehzahlen vermeiden
  • bei längeren Gefällestrecken die Motorbremse nutzen
  • den Motor bei längeren Standzeiten nicht unnötig laufen lassen

Reifendruck regelmäßig kontrollieren

Ein häufig unterschätzter Faktor ist der Reifendruck. Ist der Luftdruck zu niedrig, kann sich der Rollwiderstand erhöhen. Das kann sich wiederum negativ auf den Kraftstoffverbrauch auswirken.

Der vorgeschriebene Reifendruck findet sich je nach Fahrzeug beispielsweise an einem Aufkleber an der Türsäule, an der Tankklappe oder in der Betriebsanleitung.

Der Reifendruck sollte insbesondere vor längeren Fahrten und bei voller Beladung kontrolliert werden. Dabei müssen die Vorgaben des Fahrzeugherstellers für unterschiedliche Beladungszustände berücksichtigt werden.

Wichtig: Der Reifendruck sollte nicht einfach auf einen möglichst hohen Wert erhöht werden. Maßgeblich sind die Angaben des Fahrzeugherstellers beziehungsweise Reifenherstellers.

Überflüssiges Gewicht aus dem Auto entfernen

Auch unnötige Gegenstände im Fahrzeug können auf Dauer den Verbrauch erhöhen. Getränkekisten, Werkzeug, alte Einkäufe oder andere schwere Gegenstände müssen nicht dauerhaft im Kofferraum liegen.

Deshalb lohnt sich gelegentlich ein Blick in:

  • Kofferraum
  • Fußraum
  • Ablagefächer
  • Dachbox
  • Fahrradträger
  • Anhänger

Besonders Dachboxen und Dachträger können durch ihr zusätzliches Gewicht und vor allem durch den erhöhten Luftwiderstand den Kraftstoffverbrauch deutlich beeinflussen. Werden sie nicht benötigt, sollten sie möglichst abmontiert werden.

Günstiger tanken: Preise vergleichen

Wer bei den Benzinpreisen sparen möchte, sollte nicht automatisch die nächstgelegene Tankstelle anfahren. Die Preise können sich zwischen Tankstellen und im Tagesverlauf unterscheiden.

Ein Tankstellen- und Preisvergleich kann deshalb sinnvoll sein. Dabei sollte allerdings nicht nur der Preis pro Liter betrachtet werden. Eine mehrere Kilometer entfernte Tankstelle ist nicht automatisch günstiger, wenn für die Fahrt dorthin zusätzlicher Kraftstoff verbraucht wird.

Beispiel

Kostet Benzin an einer Tankstelle 5 Cent weniger pro Liter und werden 50 Liter getankt, beträgt die Ersparnis:

50 × 0,05 Euro = 2,50 Euro

Wer dafür allerdings einen längeren Umweg fahren muss, kann einen Teil dieser Ersparnis wieder verlieren.

Nicht auf den letzten Tropfen warten

Viele Autofahrer warten mit dem Tanken, bis die Tankanzeige fast leer ist. Das ist grundsätzlich nicht notwendig. Sinnvoller kann es sein, Preise zu beobachten und bei einer günstigen Gelegenheit zu tanken – sofern dies zum persönlichen Fahrprofil passt. Besonders auf längeren Strecken oder bei Fahrten in abgelegenen Regionen kann eine ausreichende Kraftstoffreserve wichtig sein.

Klimaanlage und elektrische Verbraucher

Klimaanlage, Sitzheizung, Heckscheibenheizung und andere elektrische Verbraucher benötigen Energie. Die dafür notwendige Energie muss letztlich vom Motor bereitgestellt werden und kann den Kraftstoffverbrauch beeinflussen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Autofahrer aus Spargründen auf eine notwendige Klimatisierung verzichten sollten. Bei hohen Außentemperaturen kann ein angenehmes und sicheres Fahrzeugklima wichtiger sein als eine minimale Verbrauchsersparnis.

Auch bei modernen Fahrzeugen fällt der Einfluss einzelner elektrischer Verbraucher häufig relativ gering aus. Größere Bedeutung haben in der Regel Fahrweise, Geschwindigkeit, Fahrzeuggewicht und Luftwiderstand.

Geschwindigkeit beeinflusst den Verbrauch

Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt insbesondere der Luftwiderstand. Deshalb kann der Kraftstoffverbrauch bei schneller Autobahnfahrt deutlich höher liegen als bei moderatem Tempo.

Wer langsamer und gleichmäßiger fährt, kann daher häufig Kraftstoff sparen. Zusätzlich können geringere Geschwindigkeiten die Belastung für Fahrer und Fahrzeug reduzieren.

Dabei gilt selbstverständlich: Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen immer eingehalten werden.

Kurzstrecken möglichst vermeiden

Eine kurze Fahrt mit dem Auto ist besonders dann wenig effizient, wenn der Motor noch kalt ist. Wer beispielsweise für einen Einkauf nur wenige Kilometer fährt, kann – sofern es die Situation erlaubt – Alternativen nutzen.

Mögliche Möglichkeiten:

  • zu Fuß gehen
  • Fahrrad oder E-Bike nutzen
  • öffentliche Verkehrsmittel verwenden
  • mehrere Erledigungen miteinander verbinden
  • Fahrgemeinschaften bilden

Gerade bei Familien lassen sich Wege häufig kombinieren. Ein Einkauf kann beispielsweise mit einem ohnehin anstehenden Weg verbunden werden.

Fahrten besser planen

Auch eine gute Routenplanung kann dazu beitragen, Sprit zu sparen. Staus, Baustellen und unnötige Umwege erhöhen den Kraftstoffverbrauch.

Bei längeren Fahrten kann es deshalb sinnvoll sein, vor Fahrtbeginn die Verkehrslage zu prüfen. Ein etwas längerer Weg kann unter Umständen sogar günstiger sein, wenn dadurch ein längerer Stau vermieden wird.

Dabei sollte allerdings nicht blind die vermeintlich kürzeste oder schnellste Route gewählt werden. Entscheidend ist die gesamte Strecke einschließlich Verkehrssituation.

Fahrgemeinschaften können Kosten deutlich reduzieren

Wer regelmäßig zur Arbeit, zur Ausbildung oder zu einem bestimmten Veranstaltungsort fährt, kann über eine Fahrgemeinschaft nachdenken.

Wenn sich beispielsweise zwei Personen eine Fahrt teilen, können die Kosten pro Person deutlich sinken. Bei mehreren Mitfahrern verteilt sich die Belastung entsprechend weiter.

Auch Eltern können Fahrten zu Schule, Sportverein oder Freizeitaktivitäten miteinander organisieren. Dabei sollten jedoch immer geeignete Kindersitze und die gesetzlichen Vorgaben zur Sicherung von Kindern beachtet werden.

Sprit sparen beim Familienauto

Für Familien kann es sich lohnen, die tatsächliche Nutzung des Autos genauer zu betrachten. Nicht jede Fahrt benötigt beispielsweise einen großen SUV oder einen voll beladenen Familienvan. 

Wer mehrere Fahrzeuge zur Verfügung hat, kann prüfen, welches Fahrzeug für die jeweilige Strecke besonders geeignet ist. Für eine einzelne Person auf einer kurzen Strecke kann ein kleineres Fahrzeug wirtschaftlicher sein als ein großes Familienauto.

Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs sollten neben dem Anschaffungspreis auch Verbrauch, Versicherung, Wartung, Reifen und Wertverlust berücksichtigt werden.

Ein niedriger Kaufpreis bedeutet nicht automatisch niedrige Gesamtkosten.

Da nicht zu erwarten ist, dass die Spritpreise in absehbarer Zeit merklich fallen, sondern eher noch weiter ansteigen werden, ist bei einer Neuanschaffung natürlich ein E-Auto eine Möglichkeit, den hohen Spritpreisen zu entkommen. Zumal die reinen Energiekosten weit unter denen von Verbrennerfahrzeugen liegen.

Spritverbrauch selbst überprüfen

Viele moderne Fahrzeuge zeigen den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch an. Diese Anzeige kann hilfreich sein, um das eigene Fahrverhalten zu beobachten.

Wer beispielsweise über mehrere Wochen seinen Verbrauch dokumentiert, kann erkennen, welche Maßnahmen tatsächlich etwas bringen.

Eine einfache Rechnung lautet:

Verbrauch = getankte Liter ÷ gefahrene Kilometer × 100

Beispiel:

Wurden 40 Liter getankt und damit 600 Kilometer gefahren:

40 ÷ 600 × 100 = 6,67 Liter pro 100 Kilometer

Für einen aussagekräftigen Vergleich sollte möglichst über mehrere Tankfüllungen gerechnet werden.

Vorsicht bei vermeintlichen Spritspartipps

Im Internet finden sich zahlreiche Tipps, die angeblich den Benzinverbrauch drastisch reduzieren sollen. Nicht alle sind sinnvoll.

Vorsicht ist beispielsweise bei Produkten geboten, die einen außergewöhnlich hohen Spareffekt versprechen. Auch Veränderungen am Fahrzeug sollten nicht ohne fachliche Prüfung vorgenommen werden.

Einfach und zuverlässig sind vor allem Maßnahmen wie eine vorausschauende Fahrweise, korrekter Reifendruck, weniger unnötiges Gewicht und ein sinnvoller Preisvergleich beim Tanken.

Wie viel lässt sich tatsächlich sparen?

Wie groß die Ersparnis ausfällt, hängt vom Fahrzeug, der Fahrleistung, dem Fahrprofil und den Kraftstoffpreisen ab.

Wer beispielsweise 15.000 Kilometer im Jahr fährt, kann bereits bei einer kleinen Verbrauchsreduzierung mehrere hundert Liter Kraftstoff einsparen.

Beispielrechnung

Ein Fahrzeug verbraucht:

7,0 Liter / 100 km

bei einer Jahresfahrleistung von:

15.000 km

Das entspricht:

1.050 Litern Kraftstoff pro Jahr.

Sinkt der Verbrauch beispielsweise auf 6,5 Liter pro 100 Kilometer, werden nur noch:

975 Liter pro Jahr

benötigt.

Das wären 75 Liter weniger Kraftstoff im Jahr.

Wie hoch die tatsächliche finanzielle Ersparnis ist, hängt vom jeweiligen Benzinpreis ab.

Hohe Benzinpreise: Die wichtigsten Spartipps

Wer seine Spritkosten senken möchte, muss nicht jede Fahrt vermeiden. Bereits eine Kombination mehrerer Maßnahmen kann sinnvoll sein.

Die wichtigsten Tipps:

  1. Kraftstoffpreise vergleichen, bevor getankt wird.
  2. Reifendruck regelmäßig kontrollieren.
  3. Vorausschauend und gleichmäßig fahren.
  4. Unnötiges Gewicht aus dem Auto entfernen.
  5. Dachbox und Dachträger nach Gebrauch abmontieren.
  6. Kurzstrecken möglichst vermeiden.
  7. Fahrten miteinander kombinieren.
  8. Fahrgemeinschaften nutzen.
  9. Staus und unnötige Umwege vermeiden.
  10. Eigenen Kraftstoffverbrauch regelmäßig kontrollieren.

Fazit

Hohe Benzinpreise lassen sich zwar nicht durch das eigene Fahrverhalten beeinflussen, die persönlichen Kraftstoffkosten dagegen schon. Wer Preise vergleicht, sparsam fährt und unnötige Fahrten sowie zusätzlichen Luftwiderstand vermeidet, kann den Verbrauch reduzieren.

Besonders sinnvoll ist es, mehrere Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Schon wenige Zehntel Liter weniger Verbrauch auf 100 Kilometer können sich bei einer hohen Jahresfahrleistung bemerkbar machen.

Wichtig: Sicherheit sollte immer Vorrang vor dem Spritsparen haben. Maßnahmen wie sehr langsames Fahren, ungewöhnlich niedriger Reifendruck oder das Abschalten sicherheitsrelevanter Systeme sind keine sinnvollen Sparmaßnahmen.

FAQ: Häufige Fragen zu hohen Benzinpreisen

Wie kann ich beim Benzin am meisten sparen?

Besonders wirksam sind ein reduzierter Kraftstoffverbrauch und günstiges Tanken. Vorausschauendes Fahren, korrekter Reifendruck, weniger Fahrzeuggewicht und der Vergleich von Tankstellenpreisen können helfen.

Wann sollte man am günstigsten tanken?

Die Kraftstoffpreise können sich im Tagesverlauf und zwischen Tankstellen verändern. Deshalb lohnt sich ein aktueller Preisvergleich. Einen allgemein dauerhaft günstigsten Tankzeitpunkt gibt es nicht für jede Region und jeden Tag.

Spart man mit niedriger Geschwindigkeit Benzin?

Eine moderate Geschwindigkeit kann den Verbrauch reduzieren, weil der Luftwiderstand mit steigender Geschwindigkeit zunimmt. Dabei müssen immer die geltenden Verkehrsregeln eingehalten werden.

Erhöht eine Dachbox den Benzinverbrauch?

Ja. Eine Dachbox verändert die Aerodynamik des Fahrzeugs und kann insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Wird sie nicht benötigt, sollte sie abmontiert werden.

Wie kann ich den Benzinverbrauch meines Autos berechnen?

Teilen Sie die getankten Liter durch die gefahrenen Kilometer und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. So erhalten Sie den Verbrauch in Litern pro 100 Kilometer.

Lohnt sich eine Tankstelle mit fünf Cent günstigerem Benzin?

Das hängt von der getankten Menge und dem zusätzlichen Weg ab. Bei 50 Litern entsprechen fünf Cent Preisunterschied 2,50 Euro. Ein großer Umweg kann diese Ersparnis wieder aufzehren und lohnt sich meist nicht.

 

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