In den Sommerferien beginnt für viele Familien die Suche nach Schulranzen, Mäppchen und Co für den anstehenden Schulstart. Besonders gefragte Modelle sind oft schnell vergriffen und können zusammen mit der Erstausstattung das Budget erheblich belasten. Betrüger*innen nutzen die hohe Nachfrage und den Wunsch nach günstigen Angeboten gezielt aus. Trusted Shops erklärt, woran Eltern Fake Shops erkennen können und weshalb künstliche Intelligenz die Prüfung von Online-Shops erschwert.
Ein neuer Schulranzen ist für viele Kinder weit mehr als ein Gebrauchsgegenstand. Gerade zum ersten Schultag verbinden Familien mit ihm Vorfreude und hohe Erwartungen. Beliebte Modelle, auffällige Designs und Trendprodukte können den Preisdruck erhöhen. Wer dann ein vermeintliches Schnäppchen entdeckt, entscheidet sich mitunter zu schnell.
Wenn Zeitdruck zum Risiko wird
Fake Shops setzen häufig auf saisonalen Kaufdruck. Sie werben mit sehr günstigen Preisen, angeblich begrenzten Restbeständen oder kurzen Aktionszeiträumen. Auf den ersten Blick wirken solche Angebote oft professionell: Produktbilder, Beschreibungen und bekannte Marken können kopiert sein.
„Zum Schulstart suchen viele Familien unter Zeitdruck nach passenden und bezahlbaren Angeboten. Genau solche saisonalen Phasen nutzen Betrüger*innen aus: Sie locken mit scheinbar besonders günstigen Preisen für beliebte Schulranzen, Zubehör oder Trendprodukte. Wer ein Angebot entdeckt, das deutlich günstiger ist als vergleichbare Angebote, sollte den Shop vor dem Kauf genau prüfen und sich nicht von vermeintlicher Knappheit oder kurzen Aktionsfristen unter Druck setzen lassen“, sagt Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops.
KI macht Fake Shops professioneller
Künstliche Intelligenz erleichtert es Betrüger*innen, überzeugend wirkende Online-Shops zu erstellen. Texte können sprachlich fehlerfrei formuliert sein, Produktbeschreibungen professionell klingen und Bilder oder Bewertungen echt wirken. Klassische Warnzeichen wie Rechtschreibfehler oder eine offensichtlich schlecht gestaltete Website reichen deshalb für die Einschätzung eines Shops zunehmend nicht aus.
Umso wichtiger ist es, mehrere Hinweise zu prüfen. Dazu gehören ein vollständiges Impressum, nachvollziehbare Kontaktmöglichkeiten und realistische Angaben zu Versand, Rückgabe sowie Lieferzeiten. Auch die Domain sollte genau betrachtet werden. Kleine Abweichungen im Namen oder ungewöhnliche Webadressen können auf einen betrügerischen Shop hinweisen.
Vertrauenssignale richtig prüfen
Bei Gütesiegeln sollten Käufer*innen genau hinschauen. Ein sichtbares Logo allein ist kein Nachweis für einen seriösen Shop. Ein echtes Trusted-Shops-Gütesiegel lässt sich anklicken und führt auf eine Zertifikatsseite bei Trusted Shops. Dort ist sichtbar, ob das Zertifikat gültig ist und für welchen Shop es ausgestellt wurde.
Vorsicht ist außerdem geboten, wenn ausschließlich Vorkasse angeboten wird oder die im Shop gezeigten Zahlungsarten beim Checkout nicht verfügbar sind. Eltern sollten Angebote vergleichen, den Namen des Shops recherchieren und sich bei auffällig niedrigen Preisen Zeit für einen kurzen Sicherheitscheck nehmen. Das gilt besonders bei Produkten, die aktuell stark nachgefragt sind oder nur noch begrenzt verfügbar erscheinen.
Quelle: Trusted Shops

















