Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko startet heute in drei Wochen. Das sorgt schon jetzt für große Vorfreude bei vielen Fans.
Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps zu Fakeshops, Ticket-Zweitmarkt und Einreisebestimmungen
Leider nutzen unseriöse Anbieter die hohe Nachfrage gezielt aus – etwa mit gefälschten Tickets, dubiosen Online-Shops oder irreführenden Reiseangeboten. „Gerade bei Großereignissen wie einer Fußball-WM steigt das Risiko für Betrug im Internet deutlich an“, sagt Iwona Husemann, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW. „Wer Tickets, Trikots oder Reisen bucht, sollte Angebote sorgfältig prüfen und sich nicht von Zeitdruck oder vermeintlichen Schnäppchen unter Druck setzen lassen.“
Worauf Fans beim Kauf von WM-Tickets achten sollten
Tickets für die Fußball-WM sollten möglichst nur über offizielle Verkaufsplattformen oder autorisierte Anbieter gekauft werden. Besonders zurückhaltend sollten Verbraucher:innen beim Ticketzweitmarkt sein. Dort werden Eintrittskarten häufig zu stark überhöhten Preisen angeboten oder mehrfach verkauft. Teilweise erhalten Käufer:innen auch gefälschte oder ungültige Tickets. Vorsicht ist vor allem bei Angeboten über soziale Netzwerke, Kleinanzeigen oder Messenger-Dienste geboten. Werden ausschließlich unsichere Zahlungsmethoden wie Überweisung oder PayPal „Freunde und Familie“ akzeptiert, ist besondere Skepsis angebracht. Verbraucher:innen sollten zudem prüfen, ob Tickets personalisiert sind und ob eine Weitergabe nach den Bedingungen des Veranstalters überhaupt erlaubt ist.
Frust über gefälschte Trikots vorbeugen
Rund um große Sportereignisse tauchen vermehrt Fakeshops auf, die mit günstigen WM-Trikots oder Fanartikeln werben. Viele dieser Shops sitzen im Nicht-EU-Ausland und verkaufen minderwertige Plagiate oder liefern überhaupt keine Ware. Besonders auffällig sind unrealistisch hohe Rabatte, fehlende Impressumsangaben oder unbekannte Internetseiten mit kurzfristig registrierten Domains. Teilweise werben Shops mit Begriffen wie „authentic“ oder „Player Version“, obwohl es sich nicht um Originalprodukte handelt. Wer ein Plagiat bestellt, riskiert nicht nur schlechte Qualität, sondern unter Umständen auch Probleme mit dem Zoll oder Schadstoffe in den Textilien. Zudem lassen sich Gewährleistungsansprüche bei Anbietern außerhalb der EU häufig kaum durchsetzen. Unbekannte Shops sollten deshalb vor einer Bestellung mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale NRW überprüft werden.
WM-Ticket bedeutet nicht automatisch Einreise
Ein WM-Ticket ersetzt keine Einreisegenehmigung. Für die Einreise gelten weiterhin die jeweiligen Bestimmungen der Gastgeberländer. Verbraucher:innen sollten sich deshalb frühzeitig informieren, welche Dokumente erforderlich sind. Für die USA benötigen deutsche Staatsangehörige in vielen Fällen zusätzlich eine gültige ESTA-Genehmigung oder ein Visum. Auch Kanada verlangt häufig eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA). Wichtig ist außerdem, dass Reisepässe noch ausreichend lange gültig sind. Besonders problematisch kann es werden, wenn kurzfristig Reisen gebucht werden und notwendige Einreiseunterlagen fehlen. Verbraucher:innen sollten deshalb frühzeitig prüfen, welche Einreisebestimmungen gelten, ob zusätzliche Genehmigungen erforderlich sind, welche Versicherungen sinnvoll sind und welche Regeln bei Zwischenstopps oder Weiterreisen zwischen den Gastgeberländern gelten.
Weiterführende Informationen:
- Infos zum Schutz vor Fakeshops und Plagiaten: https://www.
verbraucherzentrale.de/node/ 119890 - Fakten zu Fluggastrechten: https://www.
verbraucherzentrale.nrw/node/ 39125 - Hinweise zu Online-Ticketbörsen: https://www.
verbraucherzentrale.nrw/node/ 30494
Quelle: Verbraucherzentrale NRW

















