Schutz vor Identitätsdiebstahl im Netz
Identitätsdiebstahl wird immer häufiger und betrifft längst nicht mehr nur Einzelfälle. Kriminelle nutzen gestohlene persönliche Daten aus Phishing-Mails, Datenlecks oder unsicheren Online-Konten, um Einkäufe zu tätigen, Verträge abzuschließen oder Konten zu übernehmen. Für Betroffene bedeutet das oft hohen finanziellen Schaden und großen Aufwand, um die eigene Identität wiederherzustellen. Experten raten daher zu starken Passwörtern, Zwei-Faktor-Authentifizierung und einem besonders vorsichtigen Umgang mit sensiblen Daten im Internet.
VerbraucherService Bayern gibt Tipps zum Identitätsdiebstahl
Der digitale Wandel hat das Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert, doch wurden durch die vermehrte Nutzung von Online-Diensten, sozialen Netzwerken und E-Commerce auch neue Möglichkeiten für Cyberkriminalität geschaffen. Identitätsdiebstahl ist laut dem VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB) dabei eine der gravierendsten Bedrohungen in der digitalen Welt. Besonders gefährdet sind Verbraucher*innen, die in sozialen Netzwerken viele persönliche Informationen von sich preisgeben.
Tipps, um sich möglichst gut im digitalen Raum zu schützen:
- Starke Passwörter: Die Passwörter für jeden genutzten Dienst sollten einzigartig sein, das heißt für jeden Dienst ein eigenes und anderes Passwort.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Wo möglich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung arbeiten und die genutzten Dienste über eine geschützte HTTPS Verbindung nutzen.
- Vorsicht beim Öffnen von Anhängen und Links: Grundsätzlich gilt Vorsicht bei unerwarteten Nachrichten, auch wenn sie offiziell erscheinen. Wichtige Schreiben von Banken oder Behörden werden immer noch per Post zugestellt.
- Aktuelles Virenschutzprogramm: Eine gute Gerätesicherheit ist wichtig. Die Software immer aktualisieren und ein aktuelles Virenschutzprogramm nutzen.
- Daten regelmäßig sichern: Daten auf zwei unterschiedlichen Medien abspeichern. Eine weitere Kopie, das sogenannte Backup, an einem externen Speicherort aufbewahren.
- Jede Aufforderung, insbesondere die per E-Mail, sorgfältig auf ihre Richtigkeit prüfen.
„Gehen Sie sparsam und bedacht mit den eigenen Daten im Internet um, das ist der beste Schutz vor Identitätsdiebstahl“, erklärt Gabriele Gers, Juristin beim VSB.
Bei Fragen können sich Verbraucher*innen gerne an eine der 15 Beratungsstellen wenden. Weiterführende Informationen finden Sie im VSB-Tipp.





