CleanKids-Magazin
Echtkind - Ausgesucht schönes Spielzeug ohne Schadstoffe

21.9.2015   |   Umwelt

Pestizide – Gesundheitsschutz erfordert Glyphosat Verbot

BUND: EU-Kommission muss Glyphosat-Zulassung sofort aufheben. Gesundheitsschutz erfordert Verbot

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die aktuelle Ankündigung der EU-Kommission für eine verlängerte Zulassung des krebserzeugenden Pestizids Glyphosat vehement. "Es ist inakzeptabel, dass die EU-Kommission Europas Bevölkerung weiter einer Substanz aussetzen will, die von der WHO als 'wahrscheinlich krebserzeugend' eingestuft wurde. Bundesagrarminister Christian Schmidt muss endlich aus der Deckung kommen und die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen. Glyphosat lässt sich inzwischen nicht nur in einer Vielzahl von Lebensmitteln nachweisen, sieben von zehn getesteten Berlinern hatten Glyphosat im Urin", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

BUND fordert sofortige Aufhebung der Glyphosat-Zulassung

Bereits im Sommer hatte Weiger in einem Schreiben an Schmidt auf die Fragwürdigkeit der Zulassung von Glyphosat und dessen verharmlosende Bewertung seitens des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hingewiesen. Das BfR attestiere in seiner Funktion als Berichterstatter im Rahmen der geplanten EU-Wiederzulassung Glyphosat seit Langem gesundheitliche Unbedenklichkeit. Die Einschätzung des BfR – "es gibt keine fachlich fundierten Hinweise auf mutagene, krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Eigenschaften und auch keine Hinweise auf endokrinschädliche Eigenschaften" – sei nach der WHO-Bewertung hinfällig. Das Schmidt unterstellte BfR habe sogar vorgeschlagen, den Grenzwert für die Menge an Glyphosat, die ein Mensch täglich aufnehmen könne, ohne gesundheitlich Schaden zu nehmen, von 0,3 auf 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht anzuheben. Zur BUND-Kritik an der Vorgehensweise des BfR habe Schmidt in einem Antwortschreiben mitgeteilt, es sei nicht seine Aufgabe als Bundesminister, in wissenschaftliche Entscheidungsprozesse einzugreifen.

"Aus unserer Sicht stellt sich Minister Schmidt nicht seiner Verantwortung. Insgesamt muss sich die Bundesregierung vorwerfen lassen, dass sie dem Schutz der Bevölkerung weniger Bedeutung beimisst als den Profitinteressen von Glyphosat-Herstellern wie Monsanto", sagte der BUND-Vorsitzende.

Mehr Informationen

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Internet: www.bund.net

Bild: Pixabay - Lizenz: Public Domain CC0

Weitere Artikel zum Thema

BUND fordert Verkaufsstopp für neue Diesel-Pkw die gegen Euro-6-Grenzwerte verstoßen

BUND fordert Verkaufsstopp für neue Diesel-Pkw die gegen Euro-6-Grenzwerte verstoßen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim zuständigen Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg einen Verkaufsstopp für neue Diesel-Pkw der Abgasnorm Euro 6..




Bitte beachten Sie, dass alle Meldungen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergeben!

help
Getestet und Empfohlen: Swagbucks-Bonus für Eltern

– Anzeige –

Aktuelle Tests…

ot-anilin

ÖKO-TEST Anilin in Kinderprodukten: Im roten Bereich

Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.


– Anzeige –
Buch- und Lesetipps

Buchtips der Redaktion

In unseren Buch- und Lesetipps stellen wir ab und an interessante Lektüre vor. Da ist für Mama, Papa und die Kinder immer was dabei. Zur Übersicht >>

Aufgepasst bei Baby-Nestchen

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen – Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Gitterbettschutz und Baby-Nestchen
Erstickungsgefahr für Säuglinge und Kleinkinder

Neben Stofftieren, Kissen, Decken können auch Baby-Nestchen die Gefahr für einen Erstickungstod erhöhen. Todesfälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen

Babyschuhe ??? besser nicht !

Immer wieder - Schadstoffe und Gifte in Babyschuhen

Krabbelschuhe, Lederpuschen, Lauflernschuhe
In den letzten Wochen wurden vermehrt Babyschuhe zurückgerufen oder vom Markt genommen. Grund hierfür: Schadstoffe und Gifte wie etwa Chrom VI, Schimmel, Weichmacher, PAK's - allesamt sehr problematische Stoffe, die auf keinen Fall an Babyfüße gehören. 


Kindergeld: Auszahlungstermine 2015 der Familienkasse