Geschirrspülmaschinen sind aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Für die Reinigung greifen viele Verbraucher zu sogenannten Multitabs. Sie versprechen, Geschirr, Gläser und Besteck in einem Spülgang sauber zu bekommen und gleichzeitig Funktionen wie Klarspüler und Salz zu übernehmen. Doch halten sie wirklich, was sie versprechen?
Stiftung Warentest hat jetzt 16 Maschinengeschirrspülmittel geprüft
Wer beim Geschirrspülen spart, spült oft besser. Die Stiftung Warentest hat 16 Maschinengeschirrspülmittel geprüft – als Tabs und Caps, darunter günstige Eigenmarken und teure Markenprodukte. Nach fünf Monaten Prüfzeit, rund 4 700 Maschinenstarts und 19 000 bewerteten Geschirrteilen steht fest: günstige Produkte schlagen teure, Tabs meist Caps.
Im aktuellen Test traten zehn Multitabs und sechs Caps gegeneinander an. Das Preisfeld reichte von rund 9 Cent bis zu 27 Cent pro Spülgang. Vertreten waren bekannte Handels- und Drogeriemarkt-Eigenmarken ebenso wie etablierte Markenprodukte. Alle Mittel sind sogenannte Multiprodukte – sie vereinen Reiniger, Klarspüler und Enthärter in einem.
Beweisen mussten sich die Spülmittel in fünf Kategorien: Reinigen, Klarspülen, Kalkbeläge verhindern, Trocknen und Material schonen. Hinzu kamen Gewässerbelastung und Nutzerfreundlichkeit der Verpackung. „Zu Hause bleiben Essensreste mehr oder weniger zufällig auf dem Geschirr zurück. Für den Reinigungstest im Labor wird aber nichts dem Zufall überlassen“, sagt Dr. Dorit Munzke, Projektleiterin bei der Stiftung Warentest. „Elf Schmutzarten werden streng nach Vorgabe zubereitet und aufgetragen – für alle Testkandidaten gleich, um eine objektive Vergleichbarkeit zu gewährleisten.“ Die Ergebnisse sprechen für sich: Während viele Mittel Lasagne, Eigelb und Frühstücksflocken problemlos entfernten, scheiterten andere schon an alltäglichem Schmutz.
Positiv fiel auf, dass mehrere günstige Eigenmarken in nahezu allen Prüfungen überzeugten. Auf der anderen Seite enttäuschten einige teurere Produkte. Drei Produkte erhielten das Urteil Mangelhaft. Die Edeka Gut & Günstig All in 1 Liquid Caps versagten im Reinigungstest – sie kamen gegen die meisten geprüften Schmutzarten nicht an. Die Caps Finish Powerball Ultimate Plus sind im Punkt Gewässerbelastung mit Mangelhaft bewertet worden. Das Produkt enthält laut Anbieter ein gewässerbelastendes Silberschutzmittel und ein Tensid in hoher Konzentration, bei dem das Testteam wegen der fehlenden Datenlage von einer hohen Giftigkeit für Wasserlebewesen ausgeht.
Und mit den Frosch All-in-1 Spül-Tabs Limone musste die Prüfung „Kalkbeläge verhindern“ abgebrochen werden. Beläge hatten das Maschinensieb derart zugesetzt, dass der Geschirrspüler ausfiel. Frosch teilte mit, dass die Rezeptur der Tabs seit Dezember 2025 geändert sei. Auch Finish hat sein Produkt inzwischen geändert und die Edeka-Caps sind nicht mehr erhältlich.
„Gute Spülergebnisse hängen aber nicht nur vom richtigen Mittel ab“, ergänzt Munzke. „Wer seine Spülmaschine regelmäßig pflegt – also das Sieb reinigt und einmal im Monat ein Intensivprogramm durchlaufen lässt – verlängert die Lebensdauer des Geräts und sorgt dauerhaft für sauberes Geschirr.“
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Quelle: Stiftung Warentest















