Wenn die Meldungen der Wetterdienste stimmen, rollt die nächste Hitzewelle auf uns zu. Wichtig ist, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, denn diese kann den Körper stark belasten und das Risiko für Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag erhöhen. Besonders in den Mittagsstunden zwischen 11 und 16 Uhr ist die UV-Strahlung meist am stärksten. Wer sich im Freien aufhält, sollte möglichst schattige Bereiche aufsuchen und körperliche Anstrengungen in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen. Helle, luftige Kleidung aus atmungsaktiven Materialien, eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe sowie eine Sonnenbrille bieten zusätzlichen Schutz. Unbedeckte Haut sollte mit einem Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.
Besondere Vorsicht gilt für Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Sie reagieren häufig empfindlicher auf hohe Temperaturen und sollten längere Aufenthalte in der prallen Sonne möglichst vermeiden.
Hohe Temperaturen können den Körper unterschiedlich stark belasten. Hitzekollaps, Hitzschlag und Sonnenstich werden häufig verwechselt, unterscheiden sich jedoch in ihren Ursachen und ihrer Gefährlichkeit.
Hitzekollaps
Ein Hitzekollaps entsteht meist durch Flüssigkeits- und Salzverlust sowie eine Erweiterung der Blutgefäße. Dadurch sinkt der Blutdruck, das Gehirn wird kurzfristig schlechter durchblutet.
Typische Symptome:
- Schwindel
- Blasse, kühle und feuchte Haut
- Schwächegefühl
- Übelkeit
- Kurzzeitige Ohnmacht
Erste Hilfe:
Betroffene in den Schatten bringen, flach lagern und die Beine hochlagern. Ist die Person bei Bewusstsein, langsam Wasser oder ein elektrolythaltiges Getränk trinken lassen.
Sonnenstich
Ein Sonnenstich entsteht durch intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Dabei werden die Hirnhäute gereizt, während die Körpertemperatur häufig noch normal ist.
Typische Symptome:
- Starke Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- Schwindel
- Übelkeit und Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit
Erste Hilfe:
Sofort aus der Sonne gehen, Kopf und Nacken kühlen und körperliche Anstrengung vermeiden. Bei schweren Beschwerden oder Bewusstseinsstörungen sollte der Rettungsdienst verständigt werden.
Hitzschlag
Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Der Körper kann seine Temperatur nicht mehr ausreichend regulieren, wodurch die Körpertemperatur oft auf über 40 Grad Celsius ansteigt.
Typische Symptome:
- Sehr hohe Körpertemperatur
- Heiße, gerötete Haut
- Verwirrtheit
- Krampfanfälle
- Bewusstlosigkeit
- Schneller Puls
Erste Hilfe:
Sofort den Notruf 112 wählen. Die betroffene Person an einen kühlen Ort bringen, enge Kleidung lockern und den Körper mit feuchten Tüchern oder Luftzug vorsichtig kühlen. Bewusstlosen Personen nichts zu trinken geben und bei fehlender Atmung mit der Wiederbelebung beginnen.
Kurz zusammengefasst
Hitzekollaps: Kreislaufproblem durch Flüssigkeits- und Salzverlust, meist gut behandelbar.
Sonnenstich: Überhitzung von Kopf und Nacken durch direkte Sonneneinstrahlung.
Hitzschlag: Lebensbedrohlicher Notfall mit stark erhöhter Körpertemperatur und gestörter Temperaturregulation.
Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden, schweren oder unklaren Beschwerden sowie in medizinischen Notfällen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen oder den Rettungsdienst unter 112 verständigen.
















