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Stiftung Warentest: Handgepäck-Koffer – manche mit verbotenen Schadstoffen

Handgepäck-Koffer sind kompakte Reisekoffer, die bei Flugreisen mit in die Flugzeugkabine genommen werden dürfen. Sie erfüllen bestimmte Größen- und Gewichtsgrenzen der Airlines und eignen sich besonders für Kurztrips, Geschäftsreisen oder Wochenendreisen. Die meisten Handgepäck-Koffer haben Rollen, einen ausziehbaren Griff und praktische Innenfächer für Kleidung, Technik oder Reisedokumente. Beliebt sind leichte Hartschalenkoffer sowie flexible Stoffkoffer. Je nach Fluggesellschaft unterscheiden sich die erlaubten Maße. Häufig gelten Größen von etwa 55 x 40 x 20 Zentimetern als Standard für Kabinengepäck.

17 Handgepäck-Koffer mussten im Test der Stiftung Warentest einiges aushalten

17 Handgepäck-Koffer im Test der Stiftung Warentest

Tour de Tortur: Fünftausend Mal hochgehoben, fünfzig Kilometer über Holperleisten gerollt, 18 Mal aus einem Meter Höhe fallen gelassen – die 17 Handgepäck-Koffer mussten im Test der Stiftung Warentest einiges aushalten. Das Ergebnis: Viele bestanden die Belastungstests unbeschadet. Aber einige Koffer enthalten problematische Schadstoffe.

Auf die Teststrecke kamen Hart- und Weichschalenkoffer zwischen 35 und 710 Euro – vom Discounter-Modell bis zur Luxusmarke. Mit dabei sind bekannte Namen wie Rimowa, Samsonite, American Tourister, aber auch günstigere Alternativen von Lidl oder Tchibo.

„Wir simulieren im Labor, was Koffer auf Reisen mitunter durchmachen müssen“, erklärt Nico Langenbeck, Testleiter bei der Stiftung Warentest. „So müssen die vollbeladenen Trolleys zum Beispiel 50 Kilometer auf einem Laufband mit Leisten als Hindernis fahren oder mehrmals aus einem Meter Höhe auf eine Stahlplatte fallen. Die meisten Koffer überstanden die Tests in funktionsfähigem Zustand.“ Punktabzug gab es für einige Modelle, die im Regentest Wasser einsickern ließen, oder für eine zu großzügige Angabe des Fassungsvolumens. Bei einem Hersteller beträgt die Differenz von angegebenem zu tatsächlichem Volumen sogar sechs Liter. Das sind etwa zwei Pullover und eine Jeans, die nicht mehr mitkönnen.

Schadstoffe in Griffen und Obermaterialien

Ein großes Problem vieler Weichschalenkoffer sind Schadstoffe in Griffen und Obermaterialien. Die Tester fanden krebserregende PAK und verbotene PFAS-Varianten – sogenannte Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt nicht abbauen. Positiv: Fast alle Anbieter halten Ersatzteile bereit, manche sogar kostenlos. Reparieren lohnt sich also.

Anzeige – Der ausführliche Test mit allen Ergebnissen, Reparaturtipps und einer Anleitung zum Rollentausch findet sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter www.test.de/handgepaeckkoffer.

Quelle : Stiftung Warentest

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