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Stiftung Warentest Kfz-Versicherungen – 157 Angebote im Vergleich

Geld sparen bei der ersten KFZ-Versicherung: So senken Fahranfänger ihre Beiträge

Die Beiträge zur KFZ-Versicherung* steigen stetig, doch Fahrzeughalter haben zahlreiche Stellschrauben, um die jährlichen Fixkosten für ihr Auto spürbar zu senken. Neben dem jährlichen Stichtag für einen Wechsel lohnt sich auch der Blick auf die Tarifdetails. Vor allem für Fahranfänger ist die eigene KFZ-Versicherung oft eine sehr teure Angelegenheit: Mangels Fahrpraxis stufen Versicherer Einsteiger meist in die kostenintensive Schadenfreiheitsklasse 0 (SF 0) ein. Mit den richtigen Strategien lassen sich die jährlichen Prämien jedoch spürbar reduzieren.

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Die Stiftung Warentest hat 157 Angebote für Kfz-Versicherungen verglichen und zeigt, welcher Tarif für wen passt.

KFZ-Versicherungen – Günstige Tarife – auch für Fahranfänger

Hohe Preise für Kfz-Policen und große Preisunterschiede: Da kann sich ein Wechsel lohnen. Schon am 30. November 2026 ist der Stichtag für eine Kündigung, da viele Verträge von Januar bis Dezember laufen. Die Stiftung Warentest hat 157 Angebote für Kfz-Versicherungen verglichen und zeigt, welcher Tarif für wen passt. Außerdem gibt sie Fahranfängerinnen und -anfängern Tipps für den Einstieg in die Autoversicherung.

Im aktuellen Test sind 157 Kfz-Haftpflicht- und Kasko-Tarife von 66 Versicherern. Um diese vergleichen zu können, wurden Angebote für einen 20-jährigen, einen 40-jährigen und einen 70-jährigen Modellkunden mit entsprechenden Schadenfreiheitsklassen und denselben Grundvoraussetzungen eingeholt. Anschließend ließ sich für diese Modellpersonen ein durchschnittliches Beitragsniveau errechnen und daran ablesen, welche Tarife im Vergleich dazu besser oder schlechter abschneiden.

„Unser Test zeigt, es gibt für jedes Alter etliche Tarife, die besser als das von uns ermittelte durchschnittliche Beitragsniveau abschneiden. Insbesondere 15 Tarife sind empfehlenswert, weil sie einen guten Schutz bieten und sehr günstig im Vergleich zum Markt sind“, sagt Michael Sittig, Versicherungsexperte bei Stiftung Warentest. „Wichtig ist aber nicht nur, solche Empfehlungen zu berücksichtigen, sondern bei der Wahl einer Kfz-Versicherung Tarife nach der ganz persönlichen Situation zu prüfen, denn der Preis hängt an verschiedenen Faktoren, z. B. dem PKW-Typ, dem Wohnort, dem Alter und vielem mehr.“ Dafür lohnt sich ein Blick in den Online-Rechner der Stiftung Warentest zum Thema.

KFZ-Versicherung sparen: Tipps für Haftpflicht & Kasko

Ein wesentlicher Kostenfaktor ist der Leistungsumfang, den die Versicherung abdecken soll. „Einmal pro Jahr sollte sich jeder Kfz-Versicherte dazu Gedanken machen, welchen Schutz das eigene Auto braucht“, rät Michael Sittig. Neben der grundsätzlichen Frage, ob Kfz-Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko sinnvoll sind, geht es darum, was jeweils abgedeckt ist. Für die Stiftung Warentest gehört etwa zum Mindestschutz einer Teilkasko-Versicherung der Schutz bei Bissschäden von Tieren aller Art. Bei der Vollkasko zählt dazu die Neupreisentschädigung, die bei Neuwagen den Neupreis in einem bestimmten Zeitraum ersetzt.

Außerdem ist das Alter der Fahrerin oder des Fahrers und das damit für Versicherungen verbundene Unfallrisiko ein Faktor für die Kosten einer Kfz-Versicherung. „Für einen 19-jährigen Fahranfänger mit eigenem Auto, das er selbst versichert, haben wir Preise von bis zu 4.530 Euro ermittelt“, berichtet Michael Sittig.

Für Führerschein-Neulinge geht es mit den folgenden Tipps aber auch günstiger:

1) Fahrpraxis zahlt sich aus

  • Sondereinstufung: Fahranfängerinnen und -anfänger werden normalerweise in die teure Schadenfreiheitsklasse SF 0 eingestuft und fahren erst in den Folgejahren mit unfallfreier Fahrpraxis auf günstigeren SF-Klassen. Sind sie aber schon längere Zeit im Besitz eines Führerscheins, gewähren manche Versicherer eine Sondereinstufung in die SF-Klasse 1/2. Eine Fahrerlaubnis für ein Leichtkraftrad zählt hier mit. Viele Versicherer ermöglichen auch eine Sondereinstufung, wenn die Eltern bereits ein Auto bei ihnen versichert haben.
  • Führerschein mit 17: Das begleitete Fahren ab 17 Jahren wirkt sich ebenfalls günstig auf eine erste eigene Kfz-Versicherung aus. Der Beitragsvorteil kann bis zu 20 Prozent betragen.

2) Die Eltern versichern das Auto

  • Zweitwagen: Wenn Eltern das Auto ihres Kindes als Zweitwagen versichern und den Nachwuchs als Fahrerin oder Fahrer eintragen lassen, gewähren einige Versicherer für den Zweitwagen eine Sondereinstufung.
  • Mitnutzung bis zum 25. Lebensjahr: Oft benutzen Fahranfängerinnen und -anfänger erst einmal den Familienwagen mit. Die Fahrerkreiserweiterung verteuert die Police der Eltern und das Kind erwirbt sich so auch keine bessere Schadenfreiheitsklasse über die (unfallfreien) Jahre. Aber: Ab dem 25. Geburtstag gelten junge Erwachsene nicht mehr als Fahranfängerinnen und -anfänger. Das kann ein geeignetes Einstiegsalter für eine Kfz-Versicherung sein. Für die Jahre des Führerscheinbesitzes winkt zudem wenigstens eine Sondereinstufung, wie oben beschrieben.

3) Einsteigerversicherungen begünstigen späteren Einstieg

Einige Versicherungen bieten Einsteigerversicherungen, die lukrativ sein können. Dafür nutzt das Kind das Auto der Eltern. Es wird aber nicht der Fahrerkreis erweitert, sondern der Nachwuchs zahlt für die Vertragslaufzeit einen günstigen Jahresbeitrag, der zumeist unter 500 Euro liegt. Wird später die erste eigene Kfz-Versicherung abgeschlossen, erhält das Kind aus der Einsteigerversicherung Schadenfreiheitsklassen geschenkt.

Anzeige – Weitere Informationen zum aktuellen Kfz-Versicherungstest und Tipps zum Versichern eines E-Autos erscheinen in der Novemberausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen und online unter: test.de/autoversicherung und test.de/autoversicherung-fahranfaenger

Quelle: Stiftung Warentest


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