Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird der Honigkauf künftig transparenter. Seit 14. Juni 2026 gelten in Deutschland und der Europäischen Union neue Kennzeichnungsvorschriften für Mischhonige. Hersteller müssen nun deutlich angeben, aus welchen Ländern der Honig stammt und in welchem Anteil die jeweiligen Herkunftsländer enthalten sind. Pauschale Angaben wie „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ reichen nicht mehr aus. Honige, die vor diesem Datum abgefüllt und etikettiert wurden, dürfen jedoch noch abverkauft werden.
Mehr Transparenz für Verbraucher
Bisher fanden sich auf vielen Honiggläsern lediglich Angaben wie „Mischung von Honig aus EU-Ländern“ oder „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“. Diese pauschalen Hinweise machten es für Verbraucher nahezu unmöglich nachzuvollziehen, woher der Honig tatsächlich stammt.
Mit den neuen Regelungen müssen nun alle Ursprungsländer auf dem Etikett genannt werden. Darüber hinaus sind die Länder in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufzuführen. Bei größeren Mischungen müssen die vier Hauptursprungsländer genannt werden, sofern diese zusammen mindestens 50 Prozent des Honigs ausmachen.
Schutz vor Irreführung
Die Neuregelung soll verhindern, dass Honige mit einem geringen Anteil regionalen oder europäischen Honigs beworben werden, obwohl der Großteil der Mischung aus anderen Ländern stammt. Verbraucher erhalten dadurch eine bessere Entscheidungsgrundlage und können gezielter zu Produkten aus bestimmten Herkunftsländern greifen.
Zudem stärkt die neue Kennzeichnung das Vertrauen in die Lebensmittelkennzeichnung und schafft mehr Klarheit über die Herkunft eines Naturprodukts, dessen Qualität und Eigenschaften stark von der Region abhängen können.
Unterstützung für Imker und regionale Erzeuger
Von der Änderung profitieren auch viele Imkereien und regionale Honigerzeuger. Verbraucher, die bewusst heimischen Honig kaufen möchten, können künftig leichter erkennen, ob ein Produkt tatsächlich überwiegend aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern stammt.
Verbände der Imker begrüßen die neuen Vorgaben, da sie für mehr Transparenz sorgen und hochwertige regionale Produkte besser von günstigen Importmischungen unterscheiden lassen.
Was Verbraucher jetzt beachten sollten
Beim Kauf von Honig lohnt sich künftig ein genauer Blick auf das Etikett. Die Herkunftsangaben geben Aufschluss darüber, aus welchen Ländern die Mischung stammt und welcher Anteil der jeweiligen Herkunft zugeschrieben wird. Wer Wert auf regionale Produkte legt, kann dadurch gezielter einkaufen und bewusste Kaufentscheidungen treffen.
Fazit
Die neuen Kennzeichnungsvorschriften für Mischhonige markieren einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz im Lebensmittelhandel. Verbraucher erhalten detailliertere Informationen über die Herkunft ihres Honigs, während regionale Imkereien und ehrliche Hersteller von einer klareren Kennzeichnung profitieren. Damit wird der Honigkauf deutlich nachvollziehbarer und vertrauenswürdiger.

















