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Wussten Sie schon, dass bei Heidelbeeren gerne getrickst wird?

Heidelbeeren zählen zu den beliebtesten Beerenfrüchten in Deutschland. Die kleinen blauen Früchte überzeugen nicht nur durch ihren süßlich-fruchtigen Geschmack, sondern auch durch ihren hohen Gehalt an wertvollen Nährstoffen.

Sie enthalten zahlreiche Vitamine, darunter Vitamin C und Vitamin K, sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders die natürlichen Farbstoffe, die sogenannten Anthocyane, verleihen Heidelbeeren ihre charakteristische Farbe und gelten als starke Antioxidantien.

Heidelbeeren können frisch verzehrt, zu Smoothies verarbeitet oder in Kuchen, Desserts und Müslis verwendet werden. Die Erntezeit heimischer Heidelbeeren reicht je nach Region meist von Juni bis September.

Ob als Snack für zwischendurch oder als Zutat in zahlreichen Gerichten – Heidelbeeren sind eine schmackhafte und vielseitige Bereicherung für eine ausgewogene Ernährung. Doch Vorsicht, nicht alles was wie eine Waldheidelbeere aussieht, ist auch eine. Die Verbraucherzentrale NRW klärt auf.

Heidelbeeren enthalten zahlreiche Vitamine

Wussten Sie schon, dass bei Heidelbeeren gerne getrickst wird?

Heidelbeeren oder auf Englisch „Blueberries“ haben jetzt auch bei uns Saison und gelten zurecht als Superfood, denn sie enthalten zahlreiche Vitamine und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem tiefdunkelblau-violette Anthocyane. Doch was als teure Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) angeboten wird, entpuppt sich häufig als billige Fälschung.

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) enthielten im Jahr 2024 sogar 50 Prozent der untersuchten Proben aus dem Einzelhandel keine echten Waldheidelbeeren. Ein besonderes Risiko – weil nicht erkennbar – gibt es bei Nahrungsergänzungsmitteln in Kapselform, in denen Wildheidelbeerpulver oder Extrakte daraus enthalten sein sollen. Wie eine Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe zeigt, stammen die enthaltenen Anthocyane teilweise aus schwarzem Reis. Eine internationale Studie fand in Blaubeersäften anstelle von Heidelbeeren künstliche Farbstoffe, die an Extrakte der indischen Jujube-Frucht und Bananenschalen-Pulver gebunden waren. „Das sind klare Fälle von Lebensmittelbetrug, auch Food Fraud genannt“, erklärt Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW.

Besonders tückisch: Diese Produkte sehen aus und schmecken oft wie das Original. Bei Säften kann eine Farbveränderung von Blau zu trübem Rot ein Hinweis auf künstliche Farbstoffe sein. „Verbraucher:innen sollten bei besonders günstigen Preisen skeptisch sein, vor allem bei Tiefkühlware, Säften oder Pulvern“, rät Clausen. „Frische echte Waldheidelbeeren erkannt man am dunkel gefärbten Fruchtfleisch, das Innere von Kulturheidelbeeren ist dagegen hell.“

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Einkauf genau hinschauen und auf vertrauenswürdige Hersteller achten. Bei Nahrungsergänzungsmitteln empfiehlt es sich, explizit auf den Anthocyan-Gehalt aus Blau- oder Heidelbeere zu achten. Denn bei Food Fraud zahlt man für etwas, das gar nicht in der Packung steckt.

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