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Kräuter im Garten: Frische Aromen direkt vor der Haustür

Frische Kräuter gehören zu den einfachsten und gleichzeitig vielseitigsten Pflanzen im Garten. Sie sind pflegeleicht, benötigen oft nur wenig Platz und liefern aromatische Zutaten für viele Gerichte. Die meisten Kräuter bevorzugen einen sonnigen, warmen Standort mit gut durchlässigem Boden. Besonders mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian mögen eher trockene Bedingungen. Wer keinen Garten hat, kann viele Kräuter problemlos in Töpfen oder Balkonkästen anbauen. Ein sonniger Platz reicht oft schon aus, um frische Kräuter das ganze Jahr über zu genießen.

Frische Kräuter liefern aromatische Zutaten für viele Gerichte

Viele blühende Kräuter ziehen Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen an und sind aus der Küche nicht wegzudenken. Kräuter fördern die Gesundheit benachbarter Kulturpflanzen. Viele haben zudem schöne Blüten, die durch Duft und Farbenpracht Insekten in den Garten locken. Auch Schmetterlinge suchen gerne Kräuter auf. Wollen Sie Insekten in Ihren Kräutergarten locken, sollten Sie diesen vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst ein reiches Nahrungsangebot bieten. Corinna Hölzel, Gartenexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt im BUND Ökotipp , worauf es beim Pflanzen von Kräutern ankommt.

Kräuter mögen es warm, trocken und windgeschützt

„Wenn Sie dieses Jahr Kräuter ernten wollen, starten Sie zeitig im Frühjahr mit der Planung. Treffen sie erst die Auswahl der Kräuter, erstellen Sie einen Pflanzplan und beginnen dann mit dem Pflanzen. Kräuter lassen sich sowohl in großen Gärten als auch auf der Fensterbank oder auf dem Balkon anbauen“, erklärt Corinna Hölzel. Die meisten Küchenkräuter benötigen einen warmen, trockenen und windgeschützten Standort, zum Beispiel an einer sonnigen Hauswand. Im Mischkultur-Beet können sie Gemüsepflanzen unterstützen.

Gute Kombinationen sind:

  • Lavendel neben Melisse, Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian und Currykraut
  • Zitronenmelisse neben Koriander, Lavendel, Minze, Ringelblume, Salbei, Schnittlauch und Thymian
  • Basilikum neben Ringelblume, Fenchel, Oregano, Petersilie, Rosmarin oder Koriander

Diese Kräuter nicht nebeneinander pflanzen:

  • Petersilie neben Lavendel
  • Basilikum neben Dill, Zitronenmelisse, Salbei und Thymian

Kräuterspirale

Für eine reichhaltige Kräuterernte können Sie diese zusätzlich in einem Beet, Kräutergarten oder in einer Kräuterspirale pflanzen. Charakteristisch für eine Kräuterspirale ist ihr von außen nach innen spiralförmig ansteigender Bau. Durch diese Form werden auf kleinstem Raum sehr verschiedene Lebensraumbedingungen für zahlreiche Kräuter hergestellt. Auch diese Art des Kräutergartens bietet vielen Kleintieren Unterschlupf und Lebensraum.

Auf der höchsten Stelle der Kräuterspirale sollten Sie Kräuter pflanzen, die Wärme, Trockenheit und einen mageren Boden lieben. Zur Basis hin, in den „tieferen Regionen“ der Spirale, eher heimische Pflanzen. Für die Kräuterspirale geeignet sind folgende Pflanzen (Reihenfolge der Bepflanzung von oben im Zentrum der Spirale nach unten):

  • Rosmarin, Lavendel, Thymian, Oregano, Basilikum, Salbei, Bohnenkraut, Ysop, Winterbohnenkraut, Kamille, Portulak, Pimpinelle, Zitronenmelisse, Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Ringelblume, Minzen und Brunnenkresse.
  • Für die Bepflanzung der Kräuterspirale ungeeignet sind alle starkwüchsigen, wuchernden und schattenwerfenden Kräuter, wie Liebstöckel, Beinwell oder Beifuß.

Reiche Ernte auf kleinstem Raum

„Auch auf dem Balkon oder auf ihrer Fensterbank lassen sich Kräuter gut anpflanzen. Wenn Sie einen Balkon mit viel Sonne haben, achten Sie auf die richtige Kräuterwahl und torffreie Erde“, so Hölzel. „Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Basilikum und Lavendel vertragen viel Sonne und hohe Temperaturen. Pflanzen Sie die Kräuter in ‚atmungsaktive‘ Töpfe, die Trockenheit fördern und Staunässe verhindern. Terrakotta oder Ton sind dafür bestens geeignet.“

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.[/box]

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.,