Jugendcamps in der Natur – Abenteuer mit Mehrwert
Jugendcamps in der Natur erleben seit Jahren großen Zulauf. Ob Zelten im Wald, Kanutouren auf dem See oder gemeinsames Kochen am Lagerfeuer – fernab von Smartphone und Alltag sammeln Kinder und Jugendliche wertvolle Erfahrungen.
Naturcamps fördern Teamgeist, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeitig stärken Bewegung an der frischen Luft und gemeinsame Aktivitäten das körperliche und mentale Wohlbefinden. Pädagogisch betreute Programme vermitteln zudem Wissen über Umwelt- und Naturschutz.

Schwedische Idylle: Die Feriencamps führen zu den schönsten Orten Europas. – Foto: djd/WWF Deutschland/Jack Wolf
Warum Jugendcamps in der Natur mehr sind als Urlaub
(djd). Morgens aus dem Schlafsack krabbeln, den Zelteingang öffnen – und statt Häuserfassaden türmen sich Berggipfel auf, während am Himmel ein Adler seine Kreise zieht. Kein Handywecker, kein Stundenplan, keine To-do-Liste. Nur die Wildnis und eine Gruppe Gleichgesinnter. Genau das ist die Magie von Jugendcamps in der Natur. Sie locken junge Menschen weg vom Bildschirm und werfen sie mitten hinein in echte Erlebnisse.

Herrlich ist es, nach einem ereignisreichen Tag an einem selbst entzündeten Lagerfeuer gemütlich zusammenzukommen. – Foto: djd/WWF Deutschland/Theresa Nagel
Blick für Klima und bedrohte Arten schärfen
Seit über 25 Jahren bringt beispielsweise der WWF Deutschland Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren an spektakuläre Orte Europas. Zehn Camps liegen dort, wo es wirklich wild wird: in den Alpen, an Schwedens Seen, in Rumäniens Urwäldern. Orte, die nicht nur schön, sondern wichtig sind für das Klima und bedrohte Arten. So geht es etwa bei der „Alpen-Expedition“ in Graubünden mit Rucksack auf mehrtägige Touren. Tagsüber halten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ausschau nach den „Big Five“ der Alpen: Steinbock, Rothirsch, Gämse, Bartgeier und Murmeltier. Abends sitzen alle zusammen am Lagerfeuer und biwakieren nachts unterm Sternenhimmel.

Spaß an und auf dem letzten Wildfluss der Alpen: So werden die Ferien unvergesslich. Foto: djd/WWF Deutschland/Jürgen Sauer
Wildwasserrafting und Schluchtenklettern
Das Camp „Bella Italia“ am Tagliamento bietet Action pur: Wildwasserrafting durch Stromschnellen, mehrtägige Trekkingtouren, Shelter bauen, gemeinsam am Feuer kochen. Die Jugendlichen erleben den letzten Wildfluss der Alpen und verstehen, warum solche Flüsse schützenswert sind. Beim „Klettern & Canyoning in spanischen Schluchten“ erkundet man das sensationell schöne Hochgebirge, die Schluchten und Gletscherseen der katalanischen Pyrenäen und entdeckt, wo seltene Vögel nisten. Nebenbei lernen die Jugendlichen nicht nur etwas Spanisch, sondern auch neue Freunde kennen. Unter dem Link camps.wwf-jugend.de finden sich sämtliche Angebote sowie Möglichkeiten zur Anmeldung.
Gemeinschaft erleben
Begleitet werden die Ferienabenteuer von geschulten Pädagoginnen und Pädagogen. Sie sorgen dafür, dass sich alle wohlfühlen. Hendrik Jansen, Soziologe und WWF Jugend Camp-Leiter erklärt: „In der Natur können wir ganz existenziell Mensch sein: echt, einfach und in Gemeinschaft. Die Verbindung aus Landschaft, Wildnispädagogik, Inner Development Goals, Kultur und Teamgeist macht jedes Camp einzigartig.“ Im Mittelpunkt stehen dabei immer Abenteuer, Teamgeist und Umweltschutz. So kommen die Jugendlichen mit unvergesslichen Erfahrungen und neuen Erkenntnissen zurück nach Hause.
Quelle: WWF Deutschland, Berlin





