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Sicheres Badezimmer für Familien: Worauf Eltern bei der Planung einer Dusche achten sollten

Spätestens im Kleinkindalter wächst die Selbstständigkeit deutlich und Kinder möchten auch im Badezimmer Teile ihrer Körperpflege selbst übernehmen. Schon für Erwachsene sind rutschige Böden eine Herausforderung, für kleine Menschen ist die Gefahr noch größer. Eltern sollten daher schon bei der Planung von Dusche und Badezimmer darauf achten, dass die Einrichtung kindgerecht gestaltet ist und Gefahren weitgehend gebannt werden.

Kinder möchten auch im Badezimmer Teile ihrer Körperpflege selbst übernehmen
Kinder möchten auch im Badezimmer Teile ihrer Körperpflege selbst übernehmen – Bild: pexels

Der richtige Boden für das Familienbadezimmer

Einer der ersten wichtigen Schritte ist die Entscheidung für den richtigen Boden. Lange Zeit galten Fliesen als alternativlos, doch gerade für Haushalte mit Kindern rücken moderne Vinylböden stärker in den Mittelpunkt. Vinyl bietet eine Reihe von Eigenschaften, die zum turbulenten Familienalltag passen.

Das Material ist sehr widerstandsfähig und kommt gut mit Feuchtigkeit klar, auch wenn die Kinder einmal intensiver planschen. Hinzu kommt, dass sich rutschhemmende und ebenerdige Duschelemente von erfahrenen Anbietern wie modernedusche.de in diesen Boden integrieren lassen.

Ein weiterer Vorteil gegenüber kalten Fliesen ist die Haptik. Vinyl fühlt sich unter nackten Kinderfüßen angenehm warm an, sodass auch morgens niemand hektisch auf der Stelle tappst und friert.

Da Vinyl ein nachgiebiges und elastisches Material ist, federt es Stürze etwas besser ab als Fliesen und zeigt sich zudem noch als budgetfreundlicher. Im Vergleich zu Naturstein oder Keramik ist Vinyl ästhetisch auf Augenhöhe, preislich aber deutlich bezahlbarer.

Ebenerdige Duschen für mehr Sicherheit

Stolperfallen sind eine der häufigsten Unfallursachen im Badezimmer. Eine klassische Duschwanne mit hohem Einstieg ist für Kinderbeine eine gefährliche und oft unüberwindbare Hürde. Nicht nur im Alter, sondern auch für Familien mit Kindern ist die ebenerdige Dusche eine optimale Lösung.

Dank moderner Duschelemente lassen sich barrierefreie Bereiche ohne Stolperkanten gestalten. Solche bodengleichen Lösungen wirken nicht nur modern und großzügig, sondern bieten auch den nötigen Platz, wenn Eltern das Kind beim Duschen begleiten.

In Verbindung mit einem Vinylboden lässt sich die Rutschsicherheit auf diese Weise optimieren. Hochwertiges Vinyl für Feuchträume hat meist eine strukturierte Oberfläche, die zusätzlich rutschhemmend gestaltet ist. Ohne Stolperfallen und glatte Böden ist das Risiko geringer, dass das Kind auf dem feuchten Boden den Halt verliert und hinfällt.

Griffe und Hilfsmittel für Kinder in der Dusche

Trotz des ebenerdigen Bodens und der stolperfreien Duschelemente sind für Kinder zusätzliche Haltepunkte an den Wänden hilfreich. Solche Griffe geben den Kleinen Sicherheit, wenn sie sich die Haare waschen oder auf einem Bein stehen müssen.

Wichtig ist, dass die Elemente auf Kinderhöhe angebracht und gut erreichbar sind. Es gibt Systeme mit verstellbaren Haltestangen und Griffe mit Saugnapftechnik, die mit dem Kind wachsen können.

Eine Mischbatterie mit klarer Farbgebung hilft dem Kind, die Einstellung für warmes und kaltes Wasser zu erlernen. Ein integrierter Verbrühschutz an der Mischbatterie ist ohnehin Pflicht, wenn Kinder mit im Haushalt leben.

Abgerundete Kanten bei Möbelstücken verhindern Verletzungen

Die Bewegungsabläufe von Kindern lassen sich nur schwer einschätzen. Es reicht ein Moment der Unaufmerksamkeit oder ein kleiner Schubs und schon prallt der Kopf gegen die Kante des Schranks. Abgerundete Kanten verhindern schwere Verletzungen. Viele Badezimmerserien verzichten bereits auf spitze Ecken und setzen stattdessen auf organische und weiche Formen. Wenn die Kanten des vorhandenen Mobiliars zu spitz sind, lassen sich spezielle Eckenschoner für die Gefahrenminimierung nutzen.

Um die Selbstständigkeit des Kindes zu fördern, müssen Waschbecken und Armaturen erreichbar sein
Um die Selbstständigkeit des Kindes zu fördern, müssen Waschbecken und Armaturen erreichbar sein – Unsplash.com @Willo Team CCO Public Domain

Hocker und Zubehör erleichtern die Badezimmernutzung für Kinder

Um die Selbstständigkeit des Kindes zu fördern, müssen Waschbecken und Armaturen erreichbar sein. Da diese in der Regel auf die Körpergröße von Erwachsenen ausgelegt sind, braucht das Kind stabile Tritthocker. Auch ein Sitzhocker für die Dusche ist hilfreich, wenn der Nachwuchs sich selbstständig waschen und dabei sicher sitzen möchte.

Ein guter Hocker braucht eine rutschfeste Unterseite und eine gummierte Trittfläche, damit auch bei Feuchtigkeit auf dem Boden kein Sturz geschieht. So können sich die Kleinen eigenständig abtrocknen, die Zähne putzen und die Hände waschen, ohne gefährlich auf instabilen Gegenständen zu turnen.

Schutz und Klappen für alle Steckdosen

Strom und Wasser sind eine gefährliche Kombination, die schon bei Erwachsenen zu Problemen führen kann. Alle Steckdosen im Badezimmer müssen mit einem integrierten Kinderschutz ausgestattet oder mit entsprechenden Kappen nachgerüstet werden.

Klappdeckel an der Steckdose bieten einen zusätzlichen Schutz vor Spritzwasser und verhindern, dass Kinder neugierig Gegenstände in die Öffnungen stecken. Bei der Elektroplanung ist außerdem wichtig, dass die Steckdosen in ausreichender Entfernung zu allen Wasserquellen platziert sind.

 

 

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