Mähroboter erleichtern nicht nur vielen Gartenbesitzern die Arbeit, sondern sorgen auch dafür, dass die Samstagsruhe der Nachbarn gewahrt bleibt. Doch die Geräte stehen auch in der Kritik, da sie eine Gefahr für Tiere und Kleinkinder darstellen können. Vor allem nachtaktive Tiere wie Igel sind gefährdet. Sie rollen sich bei Gefahr zusammen, statt zu fliehen, und können dadurch schwer verletzt oder getötet werden. Tierschützer empfehlen daher, Mähroboter nur tagsüber einzusetzen und Gärten vor dem Mähen zu kontrollieren. Zudem setzen einige Hersteller auf verbesserte Sensoren, um Hindernisse besser zu erkennen.
Wie gut die neue Generation der autonomen Gartenhelfer wirklich ist, hat nun die Stiftung Warentest genauer untersucht.
Bye-bye Begrenzungsdraht
Die neue Generation der Mähroboter funktioniert ohne Begrenzungsdraht. Der musste früher aufwendig im Rasen verlegt werden. Nun weisen Kameras oder Satellitensignale den Weg. Wie gut, hat die Stiftung Warentest überprüft – und acht aktuelle Robos inklusive Mähleistung und Igelschutz intensiv getestet.
Schluss mit Rumkriechen im Garten, um Drahtschlingen zu verlegen: Moderne Mähroboter navigieren selbstständig dank Kamera oder Satellitensignal. „Die neue Generation der Mähroboter hat sich technisch enorm entwickelt. Man könnte von einem Schlüsselmoment bei der Entwicklung dieser Produktgruppe sprechen“, sagt Henning Withöft, Experte für Gartengeräte bei der Stiftung Warentest.
Gute Navigation, aber ungemähte Problemzonen
Für die Ersteinrichtung werden einige Modelle zunächst ferngesteuert per Handy-App um den Mähbereich gesteuert, anschließend navigieren sie selbstständig. Andere Robos brauchen keine „Gassirunde“ und orientieren sich allein über Kameras und Sensoren. „Die neuen Drahtlosen navigieren gut – und häufig zielsicherer als ihre ‚Drahtkollegen‘ aus vorherigen Tests“, sagt Henning Withöft. Auch das Umfahren von Hindernissen klappt im Vergleich zu früher meist besser. Problemzonen bleiben Randstreifen und Ladestation: „Hier hinterlassen auch die aktuellen Modelle ungemähte Stellen, die von Hand nachgestutzt werden müssen“, sagt Withöft.
Igelschutz – noch ausbaufähig
Auch im Fokus: Die Themen Umwelt und Sicherheit. Darunter fällt erstmals die neue Igelschutzprüfung. Bis auf ein Modell fuhren alle Mähroboter gegen die beheizbare Igel-Attrappe im Gras. „Deshalb konnten wir für sieben von acht Geräten nur die Igelschutznoten Befriedigend oder Ausreichend vergeben“, sagt Henning Withöft. Tipp des Experten: „Wer seinen Mähroboter nur tagsüber fahren lässt, sorgt für zusätzlichen Schutz, da Igel vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs sind.“ In manchen Städten – etwa Göttingen, Köln oder Leipzig – ist der Einsatz von Mährobotern nachts sogar bereits verboten.
Gartengröße und Vegetation wichtige Kriterien
Mähroboter benötigen Platz im Garten, zum Beispiel für die Ladestation. Erforderlich sind je nach Anbieter mehrere Meter davor und rund ein Meter Raum an den Seiten, um die Homebase zuverlässig anzufahren. Auch die Vegetation des heimischen Gartens kann die Funktionsweise der Robos beeinflussen. Satelliten-Antennen brauchen freien „Blick“ in den Himmel. Dies ist bei dichten Bäumen oder Überdachungen schwierig. „In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, bei der Wahl des Mähroboters darauf zu achten, dass dieser eine Kombination aus optischer und satellitengestützter Navigation bietet“, sagt Henning Withöft.
Anzeige – Welche Mähroboter wirklich überzeugen – und wie groß das digitale Vorwissen für die Ersteinrichtung sein muss, zeigt der aktuelle Test. Er erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter www.test.de/maehroboter.
Quelle: Stiftung Warentest
















