Start / Haus & Garten / Frühling: Giftige Frühblüher – Vorsicht mit Kindern

Frühling: Giftige Frühblüher – Vorsicht mit Kindern

Einige Frühblüher sind giftig und können für Kinder und Haustiere gefährlich werden

Im Frühling beginnt für Kinder eine spannende Entdeckungszeit. Überall sprießt und blüht es in Gärten, Parks und Grünanlagen. Die Natur lädt zum Staunen, Spielen und Erkunden ein. Für Eltern bedeutet das jedoch oft erhöhte Aufmerksamkeit. Besonders kleine Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen wahr – und dazu gehört leider auch das Probieren. Kaum ist man einen Moment unaufmerksam, steckt schon etwas Grünes oder Buntes im Mund.

Gerade deshalb ist es wichtig, Kinder frühzeitig behutsam darauf hinzuweisen, dass nicht alle Pflanzen essbar sind. Gleichzeitig sollten Erwachsene wissen, welche Gewächse im eigenen Garten oder in der Umgebung möglicherweise giftig sind. So bleibt der Frühling eine sichere und unbeschwerte Zeit für die ganze Familie.

Mit den ersten warmen Tagen blühen sie überall – doch einige Frühblüher sind giftig und können für Kinder und Haustiere gefährlich werden.

Diese Frühblüher sind besonders giftig:

  • Schneeglöckchen
    Enthalten Alkaloide, die bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen können.

  • Narzisse (Osterglocke)
    Besonders die Zwiebeln sind giftig und können Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

  • Krokus
    Einige Arten sind leicht giftig, besonders problematisch für Haustiere.

  • Hyazinthe
    Die Zwiebeln enthalten reizende Stoffe und können Hautirritationen hervorrufen.

  • Maiglöckchen
    Stark giftig – alle Pflanzenteile enthalten Herzglykoside.

Worauf sollte man achten?

Kleine Kinder stecken Pflanzen oder Zwiebeln schnell in den Mund. Auch Hunde und Katzen können gefährdet sein. Beim Pflanzen von Blumenzwiebeln empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen und die Zwiebeln sicher aufzubewahren.

Tipp: Informiere dich vor dem Kauf, ob eine Pflanze giftig ist – besonders, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben.

Giftnotrufe: Schnelle Hilfe bei Vergiftungen

Übersicht der Giftnotrufzentralen
ScanMe – Übersicht der Giftnotrufzentralen

Giftnotrufe (Giftinformationszentren) sind spezialisierte Anlaufstellen bei Vergiftungsverdacht – etwa durch Medikamente, Pflanzen, Chemikalien oder verdorbene Lebensmittel. Sie beraten rund um die Uhr medizinisch geschult und geben konkrete Handlungsempfehlungen.

Wann sollte man anrufen?

  • Wenn ein Kind oder Erwachsener möglicherweise etwas Giftiges geschluckt hat
  • Bei Kontakt mit giftigen Pflanzen oder Chemikalien
  • Bei Verdacht auf falsche Medikamentendosierung
  • Bei Einatmen giftiger Dämpfe

Was sollte man bereithalten?

  • Alter, Gewicht und Zustand der betroffenen Person
  • Name des Produkts oder der Pflanze (möglichst Verpackung bereithalten)
  • Geschätzte Menge und Zeitpunkt der Aufnahme

Wichtiger Hinweis

Bei akuter Lebensgefahr (Bewusstlosigkeit, Atemnot, Krampfanfälle) sofort den Notruf 112 wählen.

In Deutschland sind die Giftnotrufzentralen regional organisiert, aber bundesweit erreichbar. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich.

 

Markiert:

WhatsApp Kanal

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal und erhalte aktuelle Rückrufe, wichtige Verbraucherwarnungen und interessante Infos direkt auf dein Smartphone.

Jetzt abonnieren >>

Magazin

Anzeige

Gasvergleich beim Testsieger

Neue Artikel