Weil Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind, weil sie aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern gehören, widmen ihnen nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Polizei und die Verkehrswachten besondere Aufmerksamkeit. ABC-Schützen haben auch im Straßenverkehr nur „Anfängerkenntnisse“ und kennen viele Verkehrsregeln noch nicht. Eltern sollten daher ihren Kindern beim „Schulwegtraining“ erklären, was sie im Straßenverkehr zu beachten haben. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert.
Bild: Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Anlässlich des Schulbeginns in oben genannten Bundesländern gibt die Deutsche Verkehrswacht den Eltern Tipps zum sicheren Schulweg:
– Ermitteln Sie den sichersten Weg zur Schule. Das ist nicht immer der kürzeste, aber mit Sicherheit der beste Weg.
– Gehen Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam mit Ihrem Kind.
– Besprechen Sie dabei die Gefahrenpunkte auf dem Weg und erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Straße nur an gesicherten Stellen überqueren darf, also an Ampeln oder Zebrastreifen.
– Üben Sie mit ihm, wie es sich an diesen Stellen richtig verhält.
– Rollentausch: Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen. Dabei soll es Ihnen erklären, was es sieht und was es deshalb tun möchte.
– Begleiten Sie Ihr Kind am Anfang auf dem Schulweg und prüfen Sie nach einer gewissen Zeit, ob Ihr Kind den empfohlenen Weg benutzt und ob es noch aufmerksam ist und Ihre Ratschläge beherzigt.
Wenn Ihr Kind mit dem Schulbus oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, üben Sie auch hier das richtige Verhalten – an der Bushaltestelle, beim Ein- und Aussteigen und auch im Bus selbst. Denken Sie daran: Eltern haben eine Vorbildfunktion! Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesverkehrsminister a.D. hierzu: „Mal eben bei Rot über die Straße laufen, weil die Zeit drängt, darf nicht sein. Ihr Kind kann es Ihnen nachmachen.“ Besser ist, den Tag harmonisch und ohne Eile zu beginnen. Emotionaler Stress oder Zeitdruck wirken sich negativ auf die Aufmerksamkeit eines Kindes aus, auch im Straßenverkehr.
Und apropos „Eltern-Taxi“: Zu Fuß zur Schule zu gehen ist am gesündesten und trägt dazu bei, dass Kinder selbständig werden.
Die Deutsche Verkehrswacht gehört zu den ältesten und größten Bürgerinitiativen Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Die DVW finanziert ihre Aktionen und Programme mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.
Deutsche Verkehrswacht e.V.
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10787 Berlin
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