Stiftung Warentest Kinderzahnpasta – Günstig putzt besser
Im aktuellen Test der Stiftung Warentest von Kinderzahnpasta zeigt sich: Guter Kariesschutz muss nicht teuer sein. Während die preiswertesten Produkte mit Bestnoten überzeugen, fallen sechs Zahnpasten durch, darunter auch die teuerste für rund 11 Euro pro 100 Milliliter. Der Grund: Sie enthalten zu wenig oder gar kein Fluorid und bieten damit keinen ausreichenden Schutz vor Karies.

Test von 18 Kinderzahnpasten – Guter Kariesschutz muss nicht teuer sein – Bild von Bruno auf Pixabay
18 Kinderzahnpasten für Milchzähne wurden geprüft, von Discounter-Eigenmarken über Drogerie-Produkte bis zu Premium- und Naturkosmetik-Marken. Bewertet wurden unter anderem der Schutz vor Karies, die Handhabung und umweltkritische Inhaltsstoffe.
Fluorid ist entscheidend für den Kariesschutz
„Fluorid schützt nachweislich vor Karies auch bei Milchzähnen. Doch jede dritte getestete Zahnpasta enthält nicht genug davon“, erklärt Dr. Thomas Koppmann, Kosmetikexperte der Stiftung Warentest. Die teuerste Zahncreme im Test enthält weniger als die Hälfte der empfohlenen Menge. Fünf weitere Produkte verzichten komplett auf Fluorid und setzen stattdessen auf Stoffe wie Hydroxylapatit oder Xylit – deren Wirksamkeit als Fluorid-Ersatz wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist.
Zwölf Kinderzahnpasta sind empfehlenswert
Zwölf der 18 getesteten Zahnpasten empfiehlt die Stiftung Warentest, darunter fünf mit der Note „Sehr gut“ und sieben mit „Gut“. Die drei bestbewerteten Produkte erzielten in allen Prüfpunkten die Note „Sehr gut“ und gehören gleichzeitig zu den günstigsten im Test.
Handhabung: Kleine Tubenöffnung erleichtert Dosierung
Die richtige Dosierung ist wichtig: Bis zum zweiten Geburtstag sollte eine reiskorngroße Menge verwendet werden, danach bis zum sechsten Geburtstag eine erbsengroße Portion. Produkte mit kleinen Tubenöffnungen erleichtern das genaue Dosieren, während große Öffnungen in der Handhabung Abzüge erhielten.
Umweltkritische Inhaltsstoffe bei sechs Produkten
Sechs der getesteten Zahnpasten enthalten umweltkritische Stoffe wie den Komplexbildner EDTA, der die Trinkwasserqualität beeinträchtigen kann, oder Substanzen, die schwer abbaubar sind. Solche Stoffe sind in Zahnpasta verzichtbar. Positiv: Der in der Kritik stehende Farbstoff Titandioxid war laut Inhaltstoffliste in keinem Produkt enthalten.
Hinweis für Eltern
Sobald Kinder mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen, benötigen sie keine zusätzlichen Fluorid-Tabletten mehr. Ab dem sechsten Geburtstag sollte auf Junior-Zahnpasta oder Universal-Zahncreme umgestellt werden, da bleibende Zähne mehr Fluorid brauchen als Milchzähne.
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Quelle: Stiftung Warentest




