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Warnung: Rattengift in HiPP-Babynahrung – Polizei ermittelt

Update 21.04.2026 – Kriminalpolizei Ingolstadt

Zur Aufklärung des Sachverhalts wurde in Deutschland die Ermittlungsgruppe „Glas“ bei der Kriminalpolizei Ingolstadt eingerichtet, die Hinweise unter der Telefonnummer 0841-9343-3803 entgegennimmt. In Deutschland wurden bislang keine mit Gift verunreinigten Gläser festgestellt.


Update 20.04.2026 – Wurde Erpresser E-Mail an HiPP zu spät gelesen?

Im Fall der vergifteten Babykostgläschen werden laut einem Bericht der Kleine Zeitung neue Details bekannt. Laut dem Bericht wurde am 27. März eine E-Mail mit Forderungen an HiPP gesendet. Diese wurde jedoch erst nach Ablauf der gesetzten Frist am 16. April entdeckt, wodurch eine rechtzeitige Reaktion seitens des Unternehmens offenbar nicht möglich war. Die Hintergründe des Schreibens sind derzeit Teil der laufenden Ermittlungen.  Aktuell soll noch immer mindestens ein manipuliertes Babygläschen im Umlauf sein.


Die Behörden schlagen Alarm: Im Zusammenhang mit dem Rückruf von Babynahrung des Herstellers HiPP – wir hatten berichtet – besteht der konkrete Verdacht, dass einzelne Gläser des Produkts „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel (190 g)” gezielt manipuliert und mit Rattengift versetzt wurden. Hintergrund sind laufende Ermittlungen in Deutschland

Verdacht auf Rattengift in HiPP-Babynahrung

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll es sich um einen Erpressungsversuch gegen den Babynahrungshersteller Hipp handeln.

Nach Angaben der Polizei Burgenland (Österreich) wurde im Bezirk Eisenstadt-Umgebung bereits ein entsprechendes Glas sichergestellt. Das Produkt war mit einem weißen Aufkleber und rotem Kreis am Glasboden markiert – und wurde positiv auf Rattengift getestet.

In Tschechien und der Slowakei wurden der Behörde zufolge ebenfalls markierte Gläser in Tesco-Filialen polizeilich sichergestellt. Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff. Zudem wurde berichtet, dass manipulierte Gläser verdorben riechen würden.

Reiserückkehrer aus den genannten Ländern, die dort HiPP Babynahrung im Gläschen gekauft haben bitte ebenfalls überprüfen!

Dringender Appell an Eltern und Betreuungspersonen

Nach derzeitigen Informationen sind die in Frage kommenden Produkte mit einer am Glasboden angebrachten Markierung in Form eines weißen Aufklebers mit einem roten Kreis erkennbar.

Sollten Sie HiPP-Babynahrung mit dieser Markierung besitzen oder Auffälligkeiten feststellen:

  • Nicht öffnen
  • Keinesfalls verzehren bzw. einem Kleinkind zum Verzehr anbieten
  • Produkt abseits sämtlicher Lebensmittel beiseitestellen, eventuell Handschuhe dafür anlegen
  • Danach: Sofortiges gründliches Händewaschen mit Seife (mind. 30 Sekunden), VOR jeglichem weiteren Kontakt mit einer anderen Person, insbesondere Kindern
  • Informieren sie umgehend die Polizei

Aus Sicherheitsgründen werden alle Kundinnen und Kunden gebeten, keine HiPP-Babykostgläschen zu konsumieren, die bei SPAR Österreich gekauft wurden – unabhängig von Sorte oder Charge.

Gefahr durch Rattengift – Symptome treten verzögert auf

Rattengifte enthalten häufig Wirkstoffe wie Bromadiolon, einen sogenannten Vitamin-K-Antagonisten. Dieser hemmt die Blutgerinnung – mit teils schweren Folgen:

  • Zahnfleisch- und Nasenbluten
  • Blut im Stuhl
  • blaue Flecken ohne erkennbaren Grund
  • extreme Schwäche oder Blässe

Besonders tückisch: Die Symptome können erst 2 bis 5 Tage nach der Aufnahme auftreten.

Was Eltern jetzt unbedingt beachten sollten

Keinesfalls Babynahrung verzehren, die betroffen sein könnte

Gläser vor dem Öffnen genau prüfen:

  • Weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Boden
  • Beschädigter Deckel oder fehlendes „Knack“-Geräusch
  • Inhalt auf ungewöhnlichen Geruch oder Auffälligkeiten kontrollieren

Bei Verdacht sofort handeln und die Polizei informieren!

Sollten Symptome auftreten:

Sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
Das medizinische Personal unbedingt darüber informieren, dass möglicherweise kontaminierte Babynahrung verzehrt wurde. Eine Vergiftung ist bei schneller Behandlung in vielen Fällen gut behandelbar.

Der Fall zeigt eine besonders perfide und gefährliche Form der Produktmanipulation. Eltern und Betreuungspersonen sollten aktuell höchste Vorsicht walten lassen und Warnhinweise unbedingt ernst nehmen.

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