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Stiftung Warentest Sonnenschutzmittel für Kinder – Fünf Produkte versagen

Gute Nachrichten für Eltern: Viele Kinder-Sonnenschutzmittel bieten einen zuverlässigen Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Das zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest. Zahlreiche Produkte erreichen gute bis sehr gute Bewertungen und schützen die empfindliche Kinderhaut wirksam vor Sonnenbrand und langfristigen Hautschäden.

UV-Schutz entscheidend für Kinder

Kinderhaut ist deutlich empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Sie verfügt über weniger Eigenschutz und reagiert besonders sensibel auf intensive Sonneneinstrahlung. Bereits wenige Sonnenbrände in der Kindheit können das Risiko für Hautkrebs im späteren Leben erhöhen.

Experten empfehlen deshalb für Kinder Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50 oder 50+) sowie einem ausgewogenen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen .Fachleute weisen darauf hin, dass Sonnenschutzmittel nur ein Baustein des UV-Schutzes sind. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sollten möglichst nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Schatten, UV-Schutzkleidung, Kopfbedeckungen und Sonnenbrille bieten zusätzlichen Schutz.

Die meisten Kinder-Sonnenschutzmittel im Test schützen zuverlässig vor UV-Strahlen

Stiftung Warentest Kinder-Sonnenschutz – Fünf Produkte versagen

Gute Nachrichten für Eltern: Die meisten Kinder-Sonnenschutzmittel im Test schützen zuverlässig vor UV-Strahlen und das oft schon für wenige Euro. Doch fünf von 23 Produkten halten nicht, was sie versprechen. Und fast alle belasten die Umwelt.

Die Stiftung Warentest hat 23 Kinder-Sonnenschutzmittel geprüft: Cremes, Lotionen, Sprays und Roll-On-Produkte mit hohem bis sehr hohem Sonnenschutzfaktor (30, 50 oder 50+). Eingekauft wurden konventionelle Drogerieprodukte, aber auch zertifizierte Naturkosmetika. Erstmals haben die Testerinnen und Tester auch bewertet, ob die Produkte umweltkritische Inhaltsstoffe enthalten.

„Kinderhaut ist besonders dünn und kaum in der Lage, sich selbst vor der Sonne zu schützen – da darf man beim Sonnenschutz keine Kompromisse eingehen“, sagt Testleiter Tim Quinders. „Wer auf die falschen Produkte setzt, wiegt sich in trügerischer Sicherheit.“

18 der 23 Mittel bieten sehr guten UV-Schutz, darunter erfreulich viele günstige Produkte. Die Testsieger kosten weniger als drei Euro je 100 Milliliter und sind in Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten erhältlich.

Fünf Produkte hingegen fallen durch: Sie halten den auf der Verpackung angegebenen Sonnenschutzfaktor nicht ein oder bieten keinen ausreichenden UVA-Schutz, darunter auch das mit Abstand teuerste Produkt im Test. Diese Mittel erhielten die Gesamtnote Mangelhaft.

Erstmals hat die Stiftung Warentest bei Sonnenschutzmitteln auch Umweltkriterien bewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Fast alle Produkte enthalten nicht oder schwer biologisch abbaubare Stoffe, die beim Baden ungefiltert in Seen und Meere gelangen. Nur drei zertifizierte Naturkosmetika kommen ohne umweltkritische Inhaltsstoffe aus, überzeugen aber aus anderen Gründen nicht vollständig: Zwei fallen wegen unzureichenden UV-Schutz durch. Die einzige Naturkosmetik mit sehr gutem Schutz hinterlässt einen störenden weißen Film auf der Haut. Für Kinder, die Eincremen ohnehin oft nicht mögen, kaum zumutbar. Wer also auf Nummer sicher gehen und gleichzeitig die Umwelt schonen will, muss derzeit Abstriche machen.

Zudem wies die Stiftung Warentest in drei Produkten einen kritischen Weichmacher nach, der als fortpflanzungsgefährdend gilt. Von den gemessenen Konzentrationen geht zwar kein unmittelbares Gesundheitsrisiko aus, die Stiftung Warentest fordert die betroffenen Anbieter jedoch auf, die Qualität ihrer Rohstoffe strenger zu kontrollieren.

Eltern sollten außerdem wissen: Nur wer Sonnencreme reichlich aufträgt, erreicht den auf der Verpackung angegebenen Schutzfaktor tatsächlich auf der Haut.

Der ausführliche Test erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und ist online abrufbar unter www.test.de/kindersonnenschutz.

Quelle: Stiftung Warentest

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