Ein Fahrradhelm gehört zur wichtigsten Schutzausrüstung für Kinder. Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Ein Fahrradhelm reduziert das Risiko schwerer Verletzungen deutlich und schützt empfindliche Bereiche wie Schädel und Gehirn. Aber: Nur in der richtigen Größe, Passform und Qualität kann ein Helm schützen und das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren.
Kinder sollten nie ohne Fahrradhelm radeln. Doch welcher schützt zuverlässig? Die Stiftung Warentest hat 18 Kinderfahrradhelme geprüft – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Keiner ist rundum gut. Immerhin ist der beste Helm im Test preiswert.
Die Stiftung Warentest hat 18 Fahrradhelme für Kinder zwischen etwa zwei und zwölf Jahren getestet. Die Preise reichen von rund 15 bis 100 Euro. Im Testfeld sind bekannte Marken wie Giro, Specialized, Uvex, Abus und Poc – aber auch günstigere Modelle aus dem Discounter.
„Alle Helme im Test puffern Stöße deutlich ab und beugen so schweren Kopfverletzungen vor – deshalb sollten Kinder unbedingt mit Helm radeln“, sagt Anne Mandt, Expertin der Stiftung Warentest. „Aber manche Helme schützen bei einem Unfall besser vor Kopfverletzungen als andere und ausgerechnet der teuerste Helm im Test zählt zu den schwächeren.“ Zwei Testkandidaten erreichen im Prüfpunkt Unfallschutz sogar nur ein Ausreichend: Bei diesen beiden Helmen können sich die Riemen lockern – im schlimmsten Fall verrutscht der Helm beim Sturz und schützt dann nicht optimal.
Doch kein einziger Helm überzeugt in allen Bereichen. Modelle, die gut schützen, schwächeln beim Tragekomfort. Die Helme, die bequem sitzen, fallen im Dunkeln kaum auf. Dabei bräuchte es oft nur kleine Änderungen, um die Helme sicherer und komfortabler zu machen.
„Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er richtig sitzt“, betont Anne Mandt. „Eltern sollten sich beim Kauf die Zeit nehmen, den Helm gemeinsam mit ihrem Kind anzuprobieren und einzustellen: waagerecht auf dem Kopf, zwei Fingerbreit über den Augenbrauen, der Kinnriemen mit zwei Fingern Abstand zum Hals. Kinder, die ihren Helm selbst aussuchen dürfen, tragen ihn lieber. Und wenn die ganze Familie mit Helm fährt, wird das Helmtragen für Kinder ganz selbstverständlich.“
Anzeige – Der vollständige Test erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest. Alle Ergebnisse sind auch online abrufbar unter: www.test.de/kinderfahrradhelme.
Quelle: Stiftung Warentest
















