Babys wird es draußen schnell zu kalt – Schon bei sechs Grad plus droht Unterkühlung
Wenn die Temperaturen sinken, machen sich viele Eltern Sorgen, ob ihr Baby ausreichend vor Kälte geschützt ist. Grundsätzlich gilt: Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene und Kinderhaut reagiert empfindlicher auf Kälte – aber mit der richtigen Kleidung und Aufmerksamkeit sind Spaziergänge im Winter problemlos möglich.

Babys und Kleinkindern droht schon nach 60 Minuten eine Unterkühlung – Bild von Jill Wellington auf Pixabay
Draußen ist es feucht und kalt, um die sechs Grad plus. Beim Winterspaziergang schläft das Baby friedlich im Kinderwagen. Doch dieser Bummel kann für Babys und Kleinkinder schon nach 60 Minuten zu einer Unterkühlung führen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: „Zum einen ist ihre Haut fünfmal dünner als die von Erwachsenen, zum anderen haben sie wegen des Verhältnisses von Körpervolumen und Körpergröße einen schnelleren Wärmeverlust“, erläuterte der Kinder- und Jugendarzt Dr. Benedikt Brixius aus Homburg/Saar bereits 2020.
Vielen Eltern ist häufig nicht bewusst, dass sich ihr Kind im Kinderwagen oder Fahrrad-Kinderanhänger nicht bewegen und auf diese Weise selbst Wärme erzeugen kann.
Bevor es nach draußen geht, sollten Kinder ausreichend trinken. Ihre Wasserreserven im Körper sind geringer als die von Erwachsenen, Kinder verlieren aber ebenso wie die Großen beim Ausatmen Flüssigkeit. Es besteht die Gefahr, dass ihr Blut eindickt, Nase, Ohren, Finger und Zehen schlechter durchblutet werden und erfrieren.
Richtig anziehen statt überhitzen
Die bewährte Faustregel lautet: eine Schicht mehr als Erwachsene. Atmungsaktive Materialien wie Baumwolle oder Wolle halten warm, ohne Hitzestau zu verursachen. Besonders wichtig sind Kopf, Hände und Füße, da Babys dort schnell Wärme verlieren. Gleichzeitig sollte man regelmäßig im Nacken fühlen – ist er warm und trocken, ist das Baby richtig angezogen.
Frische Luft ist gesund
Auch bei Kälte tut frische Luft gut. Kurze Spaziergänge stärken das Immunsystem und fördern den Schlaf. Bei starkem Frost, eisigem Wind oder Nässe sollte die Dauer jedoch verkürzt werden. Ein gut isolierter Kinderwagen mit Windschutz bietet zusätzlichen Schutz.
Drinnen aufpassen
Nicht nur draußen, auch in Innenräumen spielt Kälte eine Rolle. Eine Raumtemperatur von etwa 18–20 Grad ist ideal. Zu kalte Räume können das Wohlbefinden beeinträchtigen, zu warme wiederum die Schleimhäute austrocknen.
Fazit
Kälte ist für Babys kein Grund zur Sorge – entscheidend sind passende Kleidung, regelmäßige Kontrolle und ein gesundes Maß. So kommen Eltern und Kind gut und sicher durch die kalte Jahreszeit.
Quelle: Aktion Das sichere Haus (DSH)
Internet: https://das-sichere-haus.de




