Sonne im Frühling: Warum UV-Schutz wichtig ist
Mit den ersten warmen Tagen im Frühling zieht es viele Menschen wieder nach draußen. Doch auch wenn die Temperaturen noch angenehm sind, kann die UV-Strahlung der Sonne bereits sehr intensiv sein. Deshalb ist ein ausreichender Sonnenschutz schon im Frühling wichtig.
UV-Strahlung wird oft unterschätzt
Nach den Wintermonaten ist die Haut besonders empfindlich, da sie wenig an Sonnenlicht gewöhnt ist. Gleichzeitig steigt die Intensität der UV-Strahlen im Frühjahr deutlich an. Schon kurze Aufenthalte in der Sonne können daher zu Sonnenbrand führen.
Sonnencreme aus dem Vorjahr weiter nutzen?
Nicht immer eine gute Idee! Die Stiftung Warentest zeigt, worauf es beim Sonnenschutz wirklich ankommt und welche Inhaltsstoffe bekannt sein sollten.
Der Frühling kommt und bringt wieder mehr sonnenreiche Tage mit sich. Im März kann der UV-Index in Deutschland schnell bei 3 und höher liegen. Spätestens ab dann ist Sonnenschutz kein Luxus, sondern Pflicht. „Wer die Mittagssonne meidet und sich konsequent eincremt, tut viel für die Hautgesundheit und schützt sich vor frühzeitiger Hautalterung“, weiß Lea Lukas, Kosmetikexpertin der Stiftung Warentest.
Mindestens Lichtschutzfaktor 30 sollte es sein, für helle Hauttypen und Kinder besser 50 oder 50+. Doch wer zu wenig Sonnencreme oder Lotion aufträgt, erreicht den versprochenen Schutzfaktor nicht: Für den ganzen Körper sind rund 40 Milliliter pro Anwendung nötig, das sind etwa drei bis vier Esslöffel. Insbesondere wenn im Frühsommer Badesee- oder Freibadbesuche anstehen, gilt: Regelmäßig nachcremen, auch bei Produkten, die als wasserfest beworben werden. Denn „Wasserfest“ bedeutet lediglich, dass nach zweimal 20 Minuten im Wasser nur noch die Hälfte des Lichtschutzfaktors erreicht werden muss.
Alte Cremes weiterverwenden – dann sollte man vorsichtig sein
Wer noch eine angebrochene Flasche vom letzten Sommer im Badschrank hat, sollte genau hinschauen. Enthält das Produkt laut der Liste der Inhaltsstoffe den UV-Filter Octocrylen, gehört es nach der Saison grundsätzlich entsorgt: Beim Lagern kann sich das wahrscheinlich krebserregende Benzophenon als Abbauprodukt anreichern. In Tests der Stiftung Warentest 2025 wurde erhöhtes Benzophenon zwar nur in einem einzigen, ohnehin mangelhaften Produkt gefunden. Das Risiko beim Lagern bleibt dennoch real.
Ein anderes Problem betrifft den UV-Filter DHHB: Bei seiner Herstellung kann der Weichmacher DnHexP entstehen, der im Körper zu einer fortpflanzungs- und gesundheitsgefährdenden Substanz umgewandelt werden kann. Behörden hatten diesen Stoff 2024 in Urinproben nachgewiesen und auf Sonnencremes zurückgeführt. Die gute Nachricht: Im Test 2025 fand die Stiftung Warentest DnHexP nur noch in einem Produkt, die meisten Hersteller haben offenbar reagiert. Hier ist nicht das Lagern das Problem, sondern die Rohstoffqualität selbst. Wer sichergehen will: Testergebnisse zu Sonnencremes prüfen, bevor man kauft.
Umfassender Schutz – nicht nur aus der Tube
Sonnencreme ist wichtig, dicht gewebte Kleidung schützt allerdings ebenfalls zuverlässig. Im besten Fall wird beides kombiniert. Besonders gut eignet sich Polyester oder dicht gewebte, möglichst dunkel gefärbte Baumwolle. Dünne, weiße, lichtdurchlässige Gewebe schützen hingegen kaum. Kinder sollten sich zwischen 11 und 15 Uhr grundsätzlich im Schatten aufhalten, Babys im ersten Lebensjahr sollten gar nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Weitere Infos gibt es hier: test.de/faq-sonnenschutzmittel
Quelle: Stiftung Warentest



