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Schweiz: Faszinierende Inseln des Alpenlandes

Die Schweiz bietet keinen klassischen Inselurlaub im Meer, dafür aber einzigartige Inseln in Seen und Flüssen, die sich ideal für Natur-, Kultur- und Erholungsreisen eignen. Besonders beliebt sind ruhige Ausflugsziele im Zürichsee, im Bielersee sowie entlang des Rheins. Zu den schönsten Inseln zählen die autofreie Ufenau im Zürichsee mit Restaurant und Kirche, die romantische St. Petersinsel mit Weinbergen und Hotel im Bielersee sowie die naturreiche Rheininsel Rheinau mit historischem Kloster. Alle Ziele bieten entspannte Wanderwege, Naturerlebnisse und kulturelle Highlights.

Wer an die Schweiz denkt, hat meistens majestätische Alpen und glasklare Seen vor Augen. Ein oft übersehener Schatz wartet mitten in diesen Gewässern: die faszinierenden Inseln des Alpenlandes. Von mediterranen Oasen bis hin zu ruhigen Naturinseln bietet die Schweiz eine überraschende Vielfalt.

Brissago-Inseln im Lago Maggiore
Brissago-Inseln im Lago Maggiore – Bild: Marco de Groot – Copyright: Switzerland Tourism : @marcorama

Die Mediterrane: Brissago-Inseln im Lago Maggiore

Die Brissago-Inseln sind die bekanntesten Inseln der Schweiz. Dank des milden Klimas bilden sie eine tropische Oase im Lago Maggiore. Nur die Hauptinsel „Isola Grande“ ist öffentlich zugänglich – hier gedeihen subtropische Pflanzen unter freiem Himmel. Ein Rundgang über die Insel führt durch mediterrane Gärten, vorbei an Bambushainen und Palmen. Die Hauptattraktion, der Botanische Garten, beherbergt rund 1700 Pflanzenarten: von Eukalyptusbäumen aus Australien bis hin zu Kamelien aus Asien. Für Rastsuchende bietet das prächtige neoklassizistische Herrenhaus, die Villa Emden, im Zentrum der Insel ein Restaurant mit Blick auf den See. Wer über Nacht bleiben möchte, kann sich in einem der zehn Zimmer in der Villa einbuchen. Bequem geht es per Schiff ab Ascona in 15 Minuten oder Locarno in 40–60 Minuten auf die Inseln.

Die Naturbelassene: St. Petersinsel im Bielersee

Der Philosoph und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau schätzte die St. Petersinsel als Inselparadies sehr und weilte hier 1765 über einen Zeitraum von sechs Wochen. Er beschreibt seine Zeit auf der Insel als seine „glücklichste Zeit“. Umsäumt von Schilfbänken, Weinbergen und kleinen Sandstränden ist die St. Petersinsel ein Refugium für Ruhesuchende. Die autofreie Insel ist eine Halbinsel, die auch zu Fuß oder per Rad auf dem vier Kilometer langen Heideweg ab dem Städtchen Erlach besucht werden kann – oder aber mit dem Taxiboot ab Erlach sowie mit den Kursschiffen der Bieler Schifffahrtsgesellschaft. Das Hotel St. Petersinsel, untergebracht in einem ehemaligen Kloster aus dem 12. Jahrhundert, bietet 13 Zimmer für Gäste, die den Inselgenuss noch verlängern möchten. Aber auch Tagesgäste können zwischen 8.00 und 10.00 Uhr morgens in den Genuss eines Inselfrühstücks im Klostergarten kommen. Und am Anlegesteg bietet das Rive, ein eigener Kiosk des Klosterhotels, stilvolle Käse- oder Wurstplättli für eine Pause direkt am Wasser.

Insel Ufenau im Zürichsee
Insel Ufenau im Zürichsee – Bild: Melanie Duchene Copyright: Schweiz Tourismus

Die Historische: Insel Ufenau im Zürichsee

Nahe Rapperswil im oberen Zürichsee liegt die idyllische Insel Ufenau. Die größte Insel der Schweiz ist seit über 1000 Jahren im Besitz des Klosters Einsiedeln und gehört zum Inventar schützenswerter Ortsbilder in der Schweiz. Ein Rundweg führt in einer halben Stunde um die Insel und verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: die romanischen Kirchen St. Peter und Paul sowie die Kapelle St. Martin, die zugleich auch Ausstellungsort der „art ufnau“ ist. Die „art ufnau“ ist ein Kulturprojekt des Klosters Einsiedeln mit jährlich wechselnden Leitthemen. Gepflegt einkehren lässt es sich unter den schattenspendenden Platanen der Inselwirtschaft Ufnau, die in einem malerischen Barockhaus aus dem 17. Jahrhundert zu finden ist. Besucher und Besucherinnen reisen von April bis Oktober bequem auf die Insel mit den Schiffen der Zürcher Schifffahrtsgesellschaft ab Pfäffikon in 10 Minuten oder ab Rapperswil in 23 Minuten.

Die Mystische: Île d’Ogoz im Greyerzersee

Im längsten Stausee der Schweiz, dem Greyerzersee oder auf Französisch „Lac de la Gruyère“, liegt die Ogoz-Insel. Sie ist mit dem Solarboot ab Le Bry erreichbar. Im Frühjahr wird der Wasserstand jeweils abgesenkt, damit der Stausee das Wasser aus der Schneeschmelze auffangen kann. Dann wird die Insel für einige Zeit zu einer Halbinsel, die auf einer wunderschönen einstündigen Wanderung zu Fuß erreichbar ist. Auf der Insel befindet sich eine Burgruine mit zwei mächtigen Türmen und einer Kapelle. Vor dem Bau der Staumauer in Rossens im Jahr 1948 bildete der Hügel mit den Burgruinen aus dem 13. Jahrhundert eine Halbinsel im Flusslauf der Saane. Die Kapelle ist ein beliebter Ort für Hochzeiten.

Insel im Caumasee
Insel im Caumasee – Bild: Hotel_Adula_Flims

Die Fotogene: Insel im Caumasee

Im türkisblauen Caumasee mitten im Flimser Wald in den Bündner Alpen liegt die kleine unbebaute Insel, die fast ein bisschen karibisch anmutet. „Lag La Cauma“ ist Rätoromanisch und bedeutet übersetzt „See der Mittagsruhe“. Der Caumasee gilt als einer der schönsten Bergseen der Schweiz und ist ein ideales Ausflugsziel für alle Natur- und Wasserfans. Zur kleinen Insel mit ihren Sandstränden geht es bequem mit dem Ruderboot, Pedalo oder SUP, die man vor Ort im Strandbad ausleihen kann. Mit einer Wassertemperatur von bis zu 24 Grad Celsius zählt der See zu den wärmsten Bergseen der Schweiz. Der Caumasee wird von unterirdischen Quellen gespeist, die seine Farbe je nach Lichteinfall von Türkis bis Smaragdgrün schimmern lassen – ein unvergesslicher Anblick.

Weitere Informationen zu Schweizer Inseln.

Quelle: Schweiz Tourismus

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