Babynahrung mit Rattengift versetzt – Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Im Fall der mit Rattengift versetzten Babynahrung des Herstellers HiPP ermitteln die Behörden auf Hochdruck. Auch in Deutschland wurde eine Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei Ingolstadt eingerichtet. In Deutschland wurden bislang jedoch keine mit Gift verunreinigten Gläser festgestellt. Etwas befremdlich wirkt ein Bericht der Kleine Zeitung – demzufolge wurde am 27. März eine E-Mail mit Forderungen an HiPP gesendet. Diese wurde jedoch erst nach Ablauf der gesetzten Frist am 16. April entdeckt (??), wodurch eine rechtzeitige Reaktion seitens des Unternehmens offenbar nicht möglich war. 

Das Unternehmen HiPP hat eine Erpressung nach Medienberichten inzwischen bestätigt. 

 

Aktueller Stand der Ermittlungen in Österreich

Das Landeskriminalamt Burgenland ermittelt seit 16. April 2026 in einem brisanten Fall: In einem SPAR Österreich-Supermarkt in Eisenstadt wurde manipulierte Babynahrung entdeckt. Die Information erfolgte über das Bundeskriminalamt in Österreich

Rattengift in Babynahrung nachgewiesen

Ein am 18. April 2026 gemeldetes verdächtiges Glas wurde sichergestellt und untersucht. Das Ergebnis alarmierend: Die Analyse bestätigte, dass die Babynahrung mit Rattengift versetzt war. Betroffen ist Babynahrung des Herstellers HiPP GmbH & Co. Vertrieb KG, die in Zusammenarbeit mit SPAR Österreich vertrieben wurde.

Auch in Tschechien und der Slowakei wurden der Behörde zufolge markierte Gläser in Tesco-Filialen polizeilich sichergestellt. Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff. Zudem wurde berichtet, dass manipulierte Gläser verdorben riechen würden.

Aktuell kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich ein weiteres manipuliertes Glas im Umlauf befindet.

Internationale Ermittlungen

Die Behörden in Österreich (Burgenland), Deutschland, Slowakei und Tschechien arbeiten eng zusammen, um den oder die Täter schnell zu identifizieren und weitere Gefahren auszuschließen.

Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung

Um Risiken zu minimieren, wurden umfangreiche Schritte eingeleitet:

  • Information aller Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Kindergärten
  • Warnungen an Gemeinden im Burgenland
  • verstärkte Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Die Ermittlungen laufen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt wegen Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung.

Wichtiger Appell an Eltern & Verbraucher

Nach derzeitigen Informationen sind die in Frage kommenden Produkte mit einer am Glasboden angebrachten Markierung in Form eines weißen Aufklebers mit einem roten Kreis erkennbar.

Sollten Sie HiPP-Babynahrung mit dieser Markierung besitzen oder Auffälligkeiten feststellen:

  • Nicht öffnen
  • Keinesfalls verzehren bzw. einem Kleinkind zum Verzehr anbieten
  • Produkt abseits sämtlicher Lebensmittel beiseitestellen, eventuell Handschuhe dafür anlegen
  • Danach: Sofortiges gründliches Händewaschen mit Seife (mind. 30 Sekunden), VOR jeglichem weiteren Kontakt mit einer anderen Person, insbesondere Kindern
  • Informieren sie umgehend die Polizei
  • weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden
  • beschädigter oder bereits geöffneter Deckel
  • kein „Knack-Geräusch“ beim ersten Öffnen
  • ungewöhnlicher oder verdorbener Geruch

Die enge Zusammenarbeit internationaler Behörden sowie schnelle Warnmaßnahmen sollen die Bevölkerung schützen. Verbraucher sollten wachsam bleiben und verdächtige Produkte umgehend melden.

Die Ermittlungsbehörden bitten um Mithilfe, teilen Sie diese Information!

Hinweise bitte an die zuständigen Polizeidienststellen

Österreich: Landespolizeidirektion Burgenland +43 59133 10 3333
Deutschland: Kriminalpolizei Ingolstadt – Telefonnummer +49 841-9343-3803

 

 

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