Die Wirklichkeit sieht anders aus: In den drei getesteten Afa-Algenpräparaten wurden Spuren von Microcystinen entdeckt. Diese Substanzen sind möglicherweise krebserregend und können Leber, Niere und Gehirn schädigen. Auch die übrigen Produkte mit den Süßwasseralgen Chlorella und Spirulina sind in der Regel „wenig geeignet“, um die auf der Verpackung geweckten Erwartungen zu erfüllen. Ihr Nutzen ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Außerdem liefern sie bei empfehlungsgemäßem Verzehr nur sehr geringe Mengen an Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen und Mineralien.
In einigen Produkten war relativ viel Eisen enthalten. Eine zusätzliche Eisenzufuhr könnte aber das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöhen und ist daher nicht zu empfehlen. Wer sich abwechslungsreich mit viel Obst und Gemüse ernährt, versorgt den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen – auch ohne die Einnahme von teuren Algentabletten.
Heike Kreutz, www.aid.de
Informationen über Nahrungsergänzungsmittel gibt es auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik „Gesund essen“.
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