Intervallfasten – auch intermittierendes Fasten genannt – ist eine Ernährungsform, bei der sich Essenszeiten und längere Pausen bewusst abwechseln. Ziel ist es, dem Körper regelmäßige Erholungsphasen zu geben und den Stoffwechsel zu unterstützen und natürlich auch Gewichtsreduktion.
Durch Intervallfasten nimmt man wohl nicht mehr ab als durch andere Diäten, aber wahrscheinlich etwas mehr als ohne gezielte Ernährungsintervention.
(dgk) Wir sind gerade in der Fastenzeit, die für Christen am Aschermittwoch beginnt und am Ostersonntag endet. Diese Zeit des Verzichts, der Buße und Besinnung soll Christen vorbereiten auf die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu an Ostern. Das Fasten begegnet uns im Jahresverlauf sonst vor allem als Intervallfasten.
Dazu wurden jetzt als Cochrane Review 21 Studien mit insgesamt 1.430 Teilnehmern ausgewertet. Dr. Luis Garegnani, Direktor des Cochrane-Zentrums am „Universidad Hospital Italiano de Buenos Aires“ kommt dabei zum ernüchternden Schluss: „Die aktuelle Evidenz rechtfertigt die Begeisterung nicht, die in den Sozialen Medien zu beobachten ist.” Demnach reduziert Intervallfasten das Körpergewicht bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas möglicherweise nicht oder nur minimal.
Fast alle der ausgewerteten Studien, so Prof. Dr. Jörg Meerpohl, wissenschaftlicher Vorstand von Cochrane Deutschland in Freiburg, liefen nur über sechs bis zwölf Monate. Man kann deshalb, betont Meerpohl, „keine verlässliche Aussage treffen, ob es übergewichtigen und adipösen Menschen mit Intervallfasten langfristig gelingt, ihr Gewicht so deutlich zu reduzieren, dass sie dadurch gesünder werden. Unklar bleibt außerdem, wie sich Intervallfasten auf Begleiterkrankungen von Übergewicht auswirkt und ob es beispielsweise hilft, einen Typ-2-Diabetes zu verhindern.“ Neue Studien könnten das klären.
Untersucht wurden folgende Formen des Intervallfastens:
Zeitlich begrenztes Essen:
Die Nahrungsaufnahme ist auf ein festes Zeitfenster beschränkt, meist auf 8 bis 10 Stunden pro Tag. Die restliche Zeit wird gefastet, oft über Nacht für mindestens 14 Stunden.
Periodisches Fasten:
An ein bis zwei Tagen pro Woche wird gefastet oder kaum gegessen. An den übrigen Tagen wird normal gegessen.
Alternierendes Fasten:
Fastentage und Tage mit normaler Nahrungsaufnahme wechseln sich ab. An Fastentagen wird nichts oder nur sehr wenig gegessen.
Modifiziertes alternierendes Fasten:
An zwei Tagen pro Woche wird die Kalorienzufuhr stark reduziert, aber nicht vollständig auf Essen verzichtet. An den übrigen Tagen wird normal gegessen.
Inahltsquellen:
https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD015610.pub2
https://www.zdfheute.de/wissen/christliche-fastenzeit-fasten-ursprung-bedeutung-faq-100.html
Quelle Artikel: DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V.