Spargel – Königliches Gemüse hat bald Saison

Spargel gilt als eines der beliebtesten Saison-Gemüse in Deutschland. Von April bis zum 24. Juni (Johannistag) hat das „königliche Gemüse“ Hochsaison und kommt frisch vom Feld auf den Teller.

Weiß oder grün – wo liegt der Unterschied?

Weißer Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen, bevor er ans Licht kommt. Er hat einen milden, feinen Geschmack. Grüner Spargel wächst oberirdisch, bildet durch das Sonnenlicht Chlorophyll und schmeckt kräftiger und leicht nussig.

Spargel: Frühlingsklassiker mit Tradition – Bild von Inn auf Pixabay

Spargel: Frühlingsklassiker mit Tradition

Spargel ist ein besonders nährstoffreiches Frühlingsgemüse, das von April bis Ende Juni Saison hat. Je nach Anbauweise ist er in drei Farben zu finden: Weißer Spargel wächst unter der Erde und bleibt dadurch hell, violetter bildet sich, sobald die Spitze Licht erhält, und grüner Spargel wächst vollständig über der Erde und entwickelt dadurch mehr Chlorophyll sowie ein kräftigeres Aroma.

Alle Spargel Sorten sind sehr gesund, sie bestehen größtenteils aus Wasser, enthalten kaum Fett und nur wenige Kalorien bei guter Nährstoffdichte. Ballaststoffe wie Inulin fördern die Verdauung und tragen zu einer gesunden Darmfunktion bei. Gegart ist Spargel leicht verdaulich und auch für empfindliche Mägen gut bekömmlich. Wegen seines Gehalts an Kalium und Asparaginsäure wirkt er harntreibend und somit entwässernd.

Alle Spargelsorten enthalten sogenannte Saponine, eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken. Die Vitamine A, C und E sowie verschiedene B-Vitamine, insbesondere Folsäure, sind ebenfalls im Spargel enthalten, und es stecken auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat und Eisen in den Stangen. Menschen mit Gicht oder eingeschränkter Nierenfunktion sollten Spargel allerdings nur nach ärztlicher Rücksprache essen, da er viele Purine enthält, die den Harnsäurespiegel erhöhen können. In der Folge kann es zu Gichtanfällen und Schmerzen in den Gelenken kommen.

Spargel kann sowohl gekocht, gedämpft, gebraten als auch roh verzehrt werden, sollte dann aber besonders frisch und geschält sein.

Klassisch wird Spargel mit Salzkartoffeln, Sauce Hollandaise oder zerlassener Butter serviert. Grüner Spargel eignet sich auch hervorragend zum Braten, Grillen oder für Pasta- und Salatgerichte.

Eingefroren hält Spargel bis zu neun Monaten und sollte direkt gefroren verarbeitet werden. Ein Ausflug in die Geschichte: Schon in der Antike wurde Spargel als Heilpflanze genutzt (der Begriff „officinalis“ aus dem lateinischen Namen des Spargels „Asparagus officinalis“ bedeutet so viel wie „arzneilich“ oder „Heilmittel“), bevor er ab dem 16. Jahrhundert systematisch als Nahrungsmittel angebaut wurde.

Fazit: Spargel ist nicht nur ein kulinarisches Highlight des Frühlings, sondern auch ein vielseitiges und gesundes Gemüse, das in keiner Saisonküche fehlen sollte.

Quellen: 
https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/spargel-id213201/
https://www.bzfe.de/kueche-und-alltag/vom-acker-bis-zum-teller/spargel/spargel-gesundheit-und-umwelt

Artikelquelle: DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e. V. 

ErnährungGemüseSpargel