Stiftung Warentest: OP-Versicherungen für Katzen

Eine OP-Versicherung für’s geliebte Haustier kann sehr sinnvoll sein, denn diese übernimmt die Kosten für Operationen nach Unfall oder Krankheit. Sie richtet sich vor allem an Hunde– und Katzenhalter, die sich vor hohen Tierarztkosten schützen möchten und liegt je nach Tier, Alter und Rasse bei ca. 10–40 € pro Monat wobei oft gilt, je jünger das Tier, desto günstiger der Beitrag. Wichtig ist, Tarife und Leistungen genau zu vergleichen und auf Erstattungssätze, Höchstgrenzen und Ausschlüsse zu achten.

Operationen bei Katzen können mehrere Tausend Euro kosten – Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

Operationen bei Katzen können mehrere Tausend Euro kosten – eine finanzielle Belastung, die viele Tierhalter überfordert. Die Stiftung Warentest hat 173 Tarifvarianten von Katzen-OP-Versicherungen untersucht. Das Ergebnis: Nur drei Tarifvarianten schneiden sehr gut ab, 81 sind gut. Mehr als die Hälfte der Angebote kann die Stiftung Warentest nicht empfehlen.

Die Tester prüften 53 Katzen-OP-Tarife von 23 Tierversicherern und bewerteten dabei vor allem die Versicherungsbedingungen, aber auch Annahmevoraussetzungen und Kündigungsregelungen. Besonders wichtig: die Erstattungsobergrenze und die Frage, welche Leistungen tatsächlich abgedeckt sind. „Viele Tarife schließen wichtige Behandlungen aus oder übernehmen Tierarztkosten nur bis zum zweifachen Satz. Bei Notfallbehandlungen kann aber der vierfache Satz abgerechnet werden – dann bleiben Halter trotz Versicherung auf hohen Kosten sitzen“, erklärt Testleiterin Claudia Bassarak.

Der Testsieger mit der Note Sehr gut (1,5) kostet für junge Wohnungskatzen ab 105 Euro im Jahr und bietet umfassenden Schutz ohne Selbstbeteiligung. Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind enorm: Der teuerste Tarif für ein sechs Monate altes Kätzchen kostet 559 Euro pro Jahr – mehr als das Fünffache des günstigsten Angebots. Für sieben Jahre alte Katzen verlangt der teuerste Anbieter sogar 968 Euro jährlich.

Die Stiftung Warentest empfiehlt Tarife ohne Selbstbeteiligung. „Unsere Untersuchung zeigt, dass Versicherer Tarife mit Selbstbeteiligung oft kaum günstiger anbieten als solche ohne“, sagt Bassarak. Empfehlenswert ist es, die Katze möglichst früh zu versichern: Viele Anbieter nehmen nur Tiere bis zum Alter von fünf bis acht Jahren auf oder verlangen die Beantwortung von Gesundheitsfragen. „Einige Anbieter haben ihre Policen aufgrund unserer Tests verbessert. Das freut mich vor allem für die Versicherten“, so Bassarak. Ebenfalls positiv: Tarife, die auch Katzen mit Vorerkrankungen aufnehmen – selbst wenn die Vorerkrankung vom Versicherungsschutz ausgeschlossen bleibt.

Wer keine Versicherung hat und eine teure Tierarztrechnung nicht sofort bezahlen kann, sollte Ratenzahlungsangebote der Kliniken mit Sofortkrediten von Banken vergleichen. Der Test zeigt: Bankkredite sind meist günstiger als die Finanzierungen über Abrechnungsstellen.

Anzeige: Der vollständige Test Katzen-OP-Versicherung ist unter www.test.de/katzen-op-versicherung veröffentlicht, der Vergleich von Finanzierungsmöglichkeiten für Tierarztrechnungen unter www.test.de/tierarztkosten. Beide Tests erscheinen auch in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest Finanzen.

Quelle: Stiftung Warentest

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