Die Pyrolyse-Funktion ist eine Selbstreinigungsfunktion bei Backöfen. Dabei wird der Ofen auf sehr hohe Temperaturen (ca. 480–500 °C) erhitzt, sodass Fett- und Speisereste zu Asche verbrennen. Nach dem Abkühlen lässt sich die Asche einfach auswischen – ganz ohne chemische Reinigungsmittel. So der Plan, aber wie gut funktioniert das in der Praxis? Die Stiftung Warentest hat nun elf elektrische Einbaubacköfen mit Pyrolyse-Funktion geprüft.
Elf Backöfen mit Pyrolyse-Funktion im Test der Stiftung Warentest: Die Selbstreinigung per Hitze soll eingebrannten Schmutz zu Asche verbrennen. Doch die Funktion hat ihre Tücken – manche Geräte werden dabei außen bedenklich heiß.
Die Stiftung Warentest hat elf elektrische Einbaubacköfen mit Pyrolyse-Funktion geprüft, darunter Modelle von Siemens, Bosch, Miele, AEG und Ikea. Die Preisspanne reicht von 349 bis 1.099 Euro. Alle Geräte verfügen über die gängigen Funktionen wie Heißluft, Ober- und Unterhitze sowie Grill. Die meisten können auf zwei Ebenen gleichzeitig backen – praktisch für die große Familienfeier.
Nach dem Backen oder Grillen steht oft echte Drecksarbeit an. „Eingebranntes Bratenfett und verkohlter Teig gehören zum nervigsten Schmutz in der Küche. Die Reinigung ist aufwendig, anstrengend – und nicht immer erfolgreich“, sagt Konstantin Thurow, Testleiter bei der Stiftung Warentest. „Die Pyrolyse kann die Ofenreinigung tatsächlich unterstützen. Aber sie hat ihren Preis: Sie frisst viel Strom – je nach Modell zwischen vier und acht Kilowattstunden. Und sie erfordert Vorsichtsmaßnahmen: Bei rund 500 Grad Celsius im Backraum können Außenflächen so heiß werden, dass bei Berührung Verbrennungsgefahr besteht. Kleine Kinder oder Haustiere sollten während der Pyrolyse nicht in der Küche sein.“
Vier Tipps für einen sauberen Backofen – auch ohne Pyrolyse
Schmutz vermeiden: Backpapier verwenden und Auflaufformen nicht bis zum Rand füllen. Eine mit Wasser befüllte Fettpfanne kann tropfendes Fett auffangen.
Gleich handeln: Leichten Schmutz wegwischen, sobald der Ofen abgekühlt ist – je nach Verschmutzung mit Lappen und Spülmittel oder Backofenspray.
Dichtung pflegen: Die Türdichtung regelmäßig mit warmem Wasser und Neutralreiniger säubern. Dann schließt die Tür besser und weniger Wärme entweicht.
Dampf machen: Eine Schüssel mit Wasser und etwas Spülmittel in den Ofen stellen. Bei etwa 100 Grad verdampft das Wasser und weicht den Schmutz auf.
Beim Zubehör gehen die Hersteller unterschiedliche Wege: Airfry-Blech, Grillkörbe oder Bratenthermometer – jeder packt etwas anderes dazu.
Anzeige – Wer was mitbringt und alle Testergebnisse finden sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest und unter www.test.de/backofen.
Quelle: Stiftung Warentest