Krankenkassen sichern die medizinische Versorgung in Deutschland ab. Die Kassen übernehmen zum Beispiel die Kosten für Arztbesuche, Medikamente, Vorsorgeuntersuchungen und Krankenhausaufenthalte. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten einen einheitlichen Leistungskatalog, unterscheiden sich aber bei Zusatzleistungen und den Beiträgen.
Zum Jahreswechsel erhöht rund die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge. Das ergibt eine Auswertung der Stiftung Warentest, die in einer Online-Datenbank die Beiträge und Leistungen der Kassen vergleicht. Ein Wechsel der Krankenkasse ist einfach möglich.
Von den 72 für alle Verbraucher geöffneten Kassen haben zum Januar 35 ihre Beiträge erhöht. 36 Kassen lassen die Beiträge unverändert, eine senkt sogar. Die Erhöhungen liegen zwischen 0,20 und 1,10 Prozentpunkten.
Die teuerste Krankenkasse verlangt einen Beitrag von 18,99 Prozent, die günstigste von 16,78 Prozent.
Durch einen Wechsel der Krankenkasse können Versicherte teils mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Das geht einfach: Nach einem Antrag bei der neuen Kasse übernimmt diese die Kündigung bei der alten. Anschließend muss nur noch der eigene Arbeitgeber informiert werden.
Jedoch sollte man nicht allein auf die Beitragssätze achten, rät Testleiterin Sabine Baierl-Johna: „Zuschüsse zur Zahnreinigung, zu Gesundheitskursen oder ein attraktives Bonusprogramm können einen etwas höheren Beitragssatz rechtfertigen.“
Einen umfangreichen Vergleich mit allen aktuellen Beitragssätzen und Extraleistungen von 67 geöffneten Kassen bietet die Stiftung Warentest unter www.test.de/krankenkassen. Hier können Versicherte auch berechnen, wieviel sie durch einen Wechsel der Krankenkasse sparen.
Quelle: Stiftung Warentest