Alle konventionellen Sonnenschutzmittel setzen auf chemische UV-Filter. Von einigen sind hormonelle Wirkungen bekannt. Hormonell wirksame Substanzen stehen in Verdacht, für verminderte Fruchtbarkeit von Männern und die Zunahme von Missbildungen an den Fortpflanzungsorganen männlicher Babys mitverantwortlich zu sein. Auch eine Rolle bei hormonabhängigen Tumoren wie Brust- und Prostatakrebs wird in der Forschung diskutiert.
ÖKO-TEST empfiehlt Verbrauchern deshalb zertifizierte Naturkosmetik – besonders für Kinder und Schwangere. Denn nur diese kommt im Test ganz ohne die chemischen UV-Filter aus. Die mineralischen Filter, mit denen die Bio-Sonnencremes arbeiten, dringen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren die Strahlung an der Oberfläche. Das ist zwar gesundheitlich unbedenklich, hat aber den Nachteil, dass der Verbraucher dadurch oft einen Weißeffekt auf der Haut in Kauf nehmen muss. Die Naturkosmetikanbieter haben den Anwendungskomfort zwar mittlerweile besser im Griff, die meisten Produkte sind aber trotzdem sichtbarer auf der Haut als viele konventionelle.
Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2012 gibt es seit dem 29. Juni 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
ÖKO-TEST Verlag GmbH
www.oekotest.de
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