Bisher sind keine weiteren EHEC-Erkrankungen in Hamburg bekannt geworden. Weitere Infektionen sind unwahrscheinlich, da die Inkubationszeit seit Erkrankung des sechsjährigen Mädchens überschritten ist. Es handelt sich somit nach derzeitigem Erkenntnisstand um einen tragischen Einzelfall.
Kontaminierter Käse gefunden
Bei der Suche nach der Infektionsquelle wurden auch Lebensmittelproben aus dem Einzelhandel untersucht. Die Quelle konnte bisher nicht ermittelt werden. Allerdings wurde als Zufallsfund im Rahmen der umfangreichen Untersuchungen ein Rohmilchkäse mit EHEC-Bakterien gefunden. Es handelt sich hierbei nicht um den gleichen Erregertyp, an dem das Mädchen aus Altona erkrankt war. Dies bestätigen sowohl Untersuchungen des Instituts für Hygiene und Umwelt als auch des Nationalen Referenzlabors des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).
Der Käse kommt folglich als Infektionsquelle für die verstorbene Sechsjährige nicht in Frage. Dennoch darf ein mit EHEC-Bakterien kontaminiertes Lebensmittel selbstverständlich nicht gehandelt werden. Das Verbraucherschutzamt Altona hat die betroffene Ware unverzüglich aus dem Verkehr gezogen. Die zuständigen Behörden auch außerhalb Hamburgs wurden informiert, damit dies auch bundesweit geschieht.
Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg
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Die Firma FTRECAL – Fromagerie de l’Ermitage, Bulgneville (Frankreich), ruft im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes den Käse „Ermitage Morbier-Käse, 45% Fett i. Tr.“ zurück. Der halbfeste Schnittkäse wurde über Bedienungstheken bis einschließlich Montag, 20.02.2012 verkauft.
Gut neun Monate nach Beginn der EHEC Epedemie ist in Hamburg ein sechsjähriges Mädchen in der Nacht zu Sonntag im UKE verstorben. Die Behörden bestätigten inzwischen, daß das Kind an den Folgen des hämolytisch-urämischen Syndromn (Abkürzung HUS) gestorben ist.